Vor Arbeitslärm schützen

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Um sich vor irreparablen Hörschädigungen zu schützen, gibt es je nach Lärmintensität den geeigneten Gehörschutz. Foto: 3M

In Werkstätten und Lackierbetrieben gibt es viele Lärmquellen, die die Gesundheit beeinträchtigen. Lärm kann – egal ob in Intervallen oder monoton – zu Tinnitus, Gehörverlust, Muskelverspannungen und Stresssymptomen führen. Aber Achtung: Auch ein niedriger Geräuschpegel kann in der Summe gefährlich werden. Doch wie laut ist Lärm? Beispiele aus dem Alltag und der Arbeitswelt veranschaulichen den Einfluss von Lärm auf die Gesundheit. Im Bereich von 0 bis 80 Dezibel spricht man von ungefährlichem Lärm. Zwischen 85 Dezibel, die eine Fräsmaschine verursacht, und 115 Dezibel durch das Hämmern auf Blechen, wird es für das Gehör auf Dauer gefährlich. Vom Niethammer bis zum Geschützknall (130-160 Dezibel) ist das Gehör sogar stark gefährdet. Den Schutz von Mitarbeitern vor Arbeitslärm regelt die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung. Für ihre Einhaltung sind die Betriebe zuständig: Die Arbeitgeber müssen laut EG-Richtlinie ab 80 Dezibel einen Gehörschutz zur Verfügung zu stellen, ab 85 Dezibel sind die Mitarbeiter verpflichtet, Gehörschutz zu tragen.

Hilfe bei Lärm

In einer kostenlosen Kurzbroschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) können sich die Unternehmer z. B. darüber informieren, welche Präventionsmaßnahmen sie ergreifen müssen, wenn bestimmte Auslösewerte erreicht werden. Die Broschüre kann auf der Webseite der DGUV heruntergeladen werden.

Ein nützliches Hilfsmittel, um sicher zu sein, ab wann ein Gehörschutz zu tragen ist, ist zum Beispiel die Smartphone-App von 3M für Android- und Apple-Geräte. »Protect: EAR« zeigt die gemessenen Dezibel an und signalisiert durch Ampelfarben die Notwendigkeit eines Gehörschutzes. Bei Grün ist kein Schutz nötig, bei Gelb ist er obligatorisch und im roten Bereich muss der Schutz an hoch- und mittelfrequenten Lärm angepasst werden. Der Messung folgt eine übersichtliche Produktempfehlung vom Ohrstöpsel bis zum Kapselgehörschutz.

Entscheidend dafür, ob Gehörschutz benutzt wird, ist die Akzeptanz des Trägers. Um eine hohe Akzeptanz zu erzielen, sollte man die Vorlieben der Mitarbeiter in Bezug auf Tragekomfort und Optik berücksichtigen. 3M bietet eine große Auswahl an Kapselgehörschutz, Gehörschutzbügeln sowie vorzuformenden und vorgeformten Gehörschutzstöpsel. Der Kapselgehörschutz ist für eine kurze Tragedauer, empfindliche Gehörgänge und hohe Frequenzen ideal. Der Bügelgehörschutz ist leichter und verhindert einen Wärmestau. Wer sich bei langen Trageperioden für Stöpsel entscheidet, ist vor tiefen Frequenzen geschützt und kann komfortabel in einer warmen, feuchten Umgebung arbeiten.