So stimmt der Auftritt

Das Erscheinungsbild macht das Selbstverständnis eines Betriebs sichtbar und spricht die richtigen Kunden an. Aber: nur im besten Fall. Wir präsentieren Ihnen drei praktische Tipps, mit denen Sie die häufigsten Fehler vermeiden!

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Der Auftritt nach Außen muss stimmen: Unser Marketing-Experte gibt Ihnen Tipps, wie Sie Ihren Auftritt perfektionieren.

Jeder redet vom betrieblichen Erscheinungsbild – doch was ist denn das genau? Wir reden hier von der Grundausstattung, mit der sich der Betrieb nach außen präsentiert. Natürlich vom Logo, dem  Briefpapier und den Visitenkarten. Und darüber  hinaus über Mitarbeiterkleidung, Fahrzeugbeschriftung und alle Print- und Online-Werbemittel, mit denen ein Betrieb gegenüber Kunden sein Gesicht zeigt. Worüber man nicht mehr reden muss: Die Qualität des Erscheinungsbildes ist eine wichtige Sache. Denn jeder Kunde oder Interessent entscheidet anhand des ersten äußerlichen Eindrucks Wesentliches: Traue ich dem Betrieb zu, dass er in meinem Sinn für mich arbeitet? Fühle ich mich gut aufgehoben?  Liegen wir auf einer Wellenlänge? Kommen da Profis oder Amateure ins Haus? Jeder Betrieb setzt mit seinem Erscheinungsbild also Zeichen. Auch in eigener Sache: Vom Logo bis zur Umsetzung der Erscheinungsbildvorgaben in Flyern, Anzeigen & Co. macht er damit bildlich sichtbar, wofür er steht und wer er ist.  Gern schlägt bereits bei der Erstellung eines Erscheinungsbildes oder auch über die Jahre, in denen sich der Betrieb wandelt oder immer mehr Werbemittel dazukommen, der Fehlerteufel zu. Prüfen Sie, ob Ihr Auftritt noch ein glänzender ist, Sie repräsentiert und geeignet ist, Kunden zu gewinnen und zu halten! Gehen Sie nach unserem Leitfaden vor.

Tipp #1: Qualitäts-Logo statt Freundschaftsdienst

Der Freund vom Schwager kann gut Computer. Und so hat er vor Jahren die ehrenvolle Aufgabe bekommen, das erste Logo für den jungen Malerbetrieb zu gestalten. Er  hat richtig in die Vollen gegriffen, die lustigsten Schriftarten in knallbunten Farben verwendet, nicht mit Schrägstellungen und Schattierungen von Buchstaben gespart und am Schluss zum Schriftzug noch einen Pinsel zum Markenzeichen hinzugefügt. Geschenkt, dass der Freund des Schwagers kein Grafiker ist und statt überlegt und gekonnt  eben aus dem Bauch und den Mustervorlagen heraus gezaubert hat. Denn gekostet hat es ja auch nichts. Doch – gebracht hat es auch nichts. Solche handgestrickten Logos sind häufig von zweifelhafter visueller Qualität. Sie geben ein extrem unprofessionelles Bild des Betriebs ab und ziehen zahlungskräftige Kunden nicht an, sondern bauen Kontaktschwellen auf. So vergeben Sie die Chance, sich bereits mit dem Erscheinungsbild von den Wettbewerbern plakativ und angenehm abzuheben. Der Tipp lautet also ganz klar: Es lohnt sich, den dreistelligen Betrag zu investieren, den ein Profi-Grafiker für eine  echte, einzigartige Logogestaltung verlangt. Denn er hat sein Handwerk gelernt. Und lässt, wenn er klug ist, sein Haus auch nicht vom Freund des Schwagers streichen, der mal Pinsel verkauft hat.

Tipp #2: Bloß kein 08/15-Bildsignet

Auch bei der gut gemeinten Illustration, die das Logo ergänzt – dem sogenannten Bildsignet –, lässt sich viel falsch machen. Und zwar dann, wenn man ein Standardmotiv verwendet und es im schlimmsten Fall auch noch grafisch unzulänglich umsetzt. Vorteil eines Bildsignets ist, dass man ohne zu lesen eine wichtige Information vermittelt bekommt. Das kann eine Brancheninfo sein – Pinsel? Aha: Maler! – oder eine Botschaft, wofür oder wie man etwas macht  – ein Viereck mit drei farbigen Balken? Aha, Raumdesign! Ein gezeichneter Farbeimer, aus dem die Dispersion schwappt, eine unattraktive Pinselgrafik aus der kostenlosen Clipart-Bibliothek, den alle anderen Malerbetriebe auch verwenden, oder gezeichnete Farbkleckse – die den Kunden eher erschrecken – schließlich will er genau das nicht auf seinem Boden sehen – sollten also möglichst heutzutage nicht mehr im Logo verwendet werden. Es gibt so viel bessere, deutlich aussagekräftigere und dabei individuellere Möglichkeiten. Profi-Grafiker helfen auch hier weiter.

Tipp #3: Weniger ist meist mehr

Viel hilft viel. Diesem Irrtum verfallen Betriebe beim Erscheinungsbild immer wieder. Das beginnt bei viel zu komplexen Logos, geht weiter bei der viel zu reichhaltigen Verwendung viel zu vieler unterschiedlicher Farben und Schriftarten und endet noch längst nicht bei Unterstreichungen, Fettungen, Schattierungen und nur vermeintlich lustigen Zeichnungen, die Broschüren und Anzeigen überfrachten. Auch Briefpapiere,  die neben dem unbedingt notwendigen Informationen (Logo, Adresse, Betriebs- und Kontodaten) umfassende Leistungsbeschreibungen und Hinweise enthalten, führen zu Gestaltungschaos und  damit zu Towuhabohu im Erscheinungsbild. Weniger ist mehr – das gilt zu 100 Prozent beim betrieblichen Auftritt quer durch alle Werbemedien. Beschränken Sie sich auf genau zwei Schriften – einer Logo- und einer Firmenschrift. Prüfen Sie Ihr Logo auf  schnelle Erfassbarkeit und entrümpeln sie  es, sollte es viel zu komplex sein. Achten Sie bei allen Werbemitten – von Briefpapier bis Website darauf, dass sich das Auge auch einmal ausruhen kann. Weiße Flächen geben Luft zum Atmen. Eine klare Strukturierung von Text- und Bildinformationen lässt auf einen strukturierten Betrieb schließen.

Noch mehr Tipps und Fehler für den perfekten Auftritt hält unser Marketing-Experte in der neuen Mappe 3/2018 für Sie bereit.