Rauhfaser zur Rettung

In Zeiten leerer Kassen haben klamme Kommunen ein echtes Sicherheitsproblem: Schlechte Straßenverhältnisse und fehlende Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbegrenzung führen – insbesondere vor Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern – zu erhöhtem Gefahrenpotenzial. Die Lösung: Rauhfasertapete!

Wie das Wuppertaler Unternehmen Erfurt & Sohn heute mitteilt, hat das Bundesverkehrsministerium deshalb für die Entlastung der Kommunen 3,5 Millionen Rollen Rauhfasertapete bestellt. Ein in Bergisch Gladbach durchgeführter Feldversuch belegt, dass jeweils fünf an Gefahrenpunkten ausgelegte Bahnen Rauhfaser die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer erheblich reduziert. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile: Das Überqueren der Fahrbahn wird für Fußgänger einfacher und sicherer, zudem sinkt mit dem Tempo auch die Belastung durch Abgasemissionen. Neben dem handfesten Nutzen punktet der Klassiker auch mit ökologischen Eigenschaften, denn er besteht aus natürlichen Rohstoffen und kann nach dem Einsatz als Fußgängerüberweg durch Kompostierung dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Da die Nachfrage nach Rauhfasertapete laut Erfurt & Sohn generell derzeit sehr hoch ist, werden die Anfragen der Kommunen nach ihrer Dringlichkeit bearbeitet und die mobilen Zebrastreifen entsprechend zur Verfügung gestellt.

Wir wünschen unseren Mappe-Lesern einen schönen 1. April – lassen Sie sich heute nicht zu sehr hinters Licht führen.

 

Fotos: Erfurt