Preisdruck im Dämmstoffmarkt

Der anhaltend starke Preisdruck hat auch 2017 die Erlöse im deutschen Markt für Dämmstoffe und Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) nachhaltig geschmälert. Auch wuchs die Nachfrage nach Dämmprodukten im Schnitt nur um etwa 1,5 %.  Dies geht aus dem neuen Branchenradar der Wiener Unternehmensberater Kreutzer, Fischer und Partner hervor.

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Der deutsche Dämmstoffmarkt wuchs 2017 nur um etwa 1,5 %. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Demnach beschleunigt sich die Nachfrage nach WDVS und Dämmstoffen in diesem Jahr nur moderat. Im Vergleich zum Vorjahr wächst diese bei Dämmstoffen um rund 1,7 Prozent auf knapp 36,8 Millionen Kubikmeter. Bei WDVS beläuft sich der Zuwachs laut Branchenradar absatzseitig 1,4 Prozent auf 37,7 Millionen Quadratmeter. Demgegenüber steigt aufgrund des Preisdrucks der Herstellerumsatz mit Dämmstoffen lediglich um 1 Prozent auf 2,29 Mrd. Euro. Bei WDVS ist lediglich ein Wachstum um 0,5 Prozent auf 935 Millionen Euro zu verzeichnen.

Laut dem Branchenradar tragen in beiden Märkten alle Produktgruppen zum Wachstum bei, bei Dämmstoffen entwickele sich die Mineralwolle demnach etwas dynamischer als Schaumstoffe. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verzeichnen die höchsten Zuwachsraten, allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Bei WDVS sei im Bereich der Systeme mit natürlich-organischem Dämmmaterial nahezu kein Wachstum zu verzeichnen, bei Schaumstoffdämmung gebe es ein leichtes Plus. Schlussendlich gibt es laut dem Branchenradar am Markt keinen erkennbaren Trend weg von EPS-Schaumkunststoffen, trotz der unlängst aufgetretenen Entsorgungsprobleme.