Praxisnahe Meisterschule München

 

Die städtische Meisterschule für das Maler- und Lackiererhandwerk in München hat jedes Jahr eine praxisorientierte Projektarbeit. Diesmal galt es, die Fassadenflächen der Zeppelinhalle, einem der ausgelagerten Schulungsorte, ein neues Antlitz zu geben. Programm war das „rationelle Verarbeiten von Profiprodukten im Spritzverfahren“, unterstützt von Partnern aus der Industrie.

Vier Tage lang wurden im Oktober knapp 45 Meisterschüler an das Thema Spritztechniken herangeführt. Im Rahmen der praktischen Projektarbeit der Meisterschule München ging es in diesem Jahr vor allem um Arbeiten im Außenbereich. Dazu gehörten Putzflächen, Metalltüren und –fenster und Toreinfassungen samt farbiger Fassadenfläche. Lehrer Marco Sossau erläutert: „Über die eigentliche Technik, die Produkteigenschaften und die zu vermittelnden Methoden hinaus galt es, das Objekt wie einen realen Kundenauftrag zu behandeln. Das beinhaltet natürlich auch die Organisation des Gerüsts sowie Überlegungen zu Aufmaß, Kalkulation und so weiter.“ Als Anwendungsbeispiel diente die Fassaden der Zeppelinhalle in München.

Ziel sei es gewesen, den Schülern mit der Spritztechnik ein Verfahren zu vermitteln, welches sie gewinnbringend und zeitsparend arbeiten lässt, so Thomas Steickart, Verkaufsberater von der AkzoNobel Deco GmbH. Eine Herausforderung war vor allem, die großen Rundbogenfenster der Fassade in Spritztechnik zu lackieren. Auf zeitlich engem Raum sollte viel Wissenswertes zur Anwendung vereint und durchgeführt werden, wie Steickart berichtet. So kamen Techniken des temperierten Airless-Spritzens, der Umgang mit einer großen Kolbenanlage und die Verfahrensweise mit dem Niederdruckspritzen zum Einsatz. „Was für Prüfer wären wir, wenn wir die Schüler nicht fordern würden?“, meint Steickart.