Politik fürs Handwerk, bitte!

Was versprechen die Wahlkämpfer dem Mittelstand und Handwerk? Gehen sie auf die Sorgen, Wünsche und Forderungen von Handwerksorganisationen und Malerbetrieben ein – und wie lauten diese eigentlich? Rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2017 wirft Mappe 09/17 nicht nur einen Blick durch die Malerbrille auf die Programme der größeren Parteien, wir haben auch bei vier Malerbetrieben und Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und selbst Malermeister, nachgefragt.

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Was bieten die Parteiprogramme dem Handwerk - und was wünschen sich umgekehrt Maler? Die Mappe hat nachgefragt. (Collage: pure-life-pictures/Fotolia, Jamrooferpix/Fotolia)

Am 24. September 2017 dürfen 61,5 Millionen Bürger den 19. Deutschen Bundestag wählen, darunter drei Millionen Erstwählerinnen und –wähler, mehr als 30 Parteien werden voraussichtlich zur Wahl zugelassen. Prof. Dr. Frank Decker, Politikwissenschaftler an der Universität Bonn, erwartet in einer Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung eine Wahl , die so spannend wird wie selten eine zuvor in der bundesdeutschen Geschichte. Die Gründe:

  • Der Zeitgeist in der westlichen Welt ist geprägt von einem Gefühl der Instabilität, rechtspopulistische und EU-feindliche Kräfte zehren davon.
  • Die Brexitverhandlungen erhöhen das Unsicherheitsgefühl bei vielen, genauso wie ein Nichtpolitiker, Nationalist und Klimawandelbezweifler Donald Trump als US-Präsident.
  • Die Koalitionsfrage ist offen, ebenso das Rennen um die Kanzlerschaft.

Weite Bereiche unserer Gesellschaft – Arbeit, Wirtschaft, Soziales, Forschung, Bildung und Familie – sind einem tiefgreifenden und sich beschleunigenden Wandel ausgesetzt. »Globalisierung und Digitalisierung haben Hand in Hand einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kultur- und Strukturwandel ausgelöst. Wir sind Teil einer sich immer schneller vernetzenden Welt. Tiefgreifende Änderungen in den Arbeits- und Prozessabläufen, in den Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen sind Herausforderung und Chance für Betriebe und Beschäftigte«, fasst der Zentralverband des Deutschen Handwerks in seinen Wahlprüfsteinen 2017 mit dem Titel »Zusammenhalten – Zukunft gestalten Erwartungen des Handwerks zur Bundestagswahl 2017« zusammen.

Deutschland steht glänzend da inmitten der globalen Unsicherheiten, was die Wirtschaft angeht. Daran haben der Mittelstand und das Handwerk als verlässliche, inländische, steuern- und abgabenzahlende Wirtschaftsmacht und als Ausbilder und Arbeitgeber einen erheblichen Anteil. Auch das private Vermögen in Deutschland wächst: Das Gesamtvermögen der Haushalte in Deutschland war im Jahr 2015 mit rund 12.800 Milliarden Euro fast so groß wie die gesamte Wirtschaftsleistung der Europäischen Union im gleichen Jahr. Doch das Privatvermögen in Deutschland ist sehr ungleich verteilt und die Schere zwischen Wohlhabenden und Armen geht immer weiter auseinander – eines der wichtigsten Themen für die künftige Regierung.

Einen umfassenden Artikel zu den Wahlprogrammen der Parteien und wie diese Handwerkspolitik machen sollen und wollen, lesen Sie im Mappe-Brennpunkt der Ausgabe 9.2017.