21. September 2022

Einmal Spezialreinigung, bitte!

Arbeiten mit besonderer Aussicht: Der Berliner Dom steht auf der Museumsinsel. Foto: Kärcher
Arbeiten mit besonderer Aussicht: Der Berliner Dom steht auf der Museumsinsel. Foto: Kärcher

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Im Rahmen seines Kultursponsorings engagiert sich Kärcher zum zweiten Mal bei der Fassadensanierung des Berliner Doms in der Bundeshauptstadt. Nachdem 2020 die Reinigung des prominenten Südwestturms durchgeführt wurde, unterzog Kärcher die Prophetenfiguren einer umfassenden restauratorischen Reinigung.

»Wir freuen uns sehr, dass Kärcher sich erneut bereit erklärt hat, uns bei der Mammutaufgabe der Fassadenrestaurierung des Berliner Doms zu unterstützen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint – die gesamte Fassade des Doms ist in einem restaurierungsbedürftigen Zustand. Die Instandhaltung bedarf vieler helfender Hände und umfassender Unterstützung und wir sind jedem sehr dankbar, der etwas zu dieser bedeutenden Aufgabe beiträgt«, sagt Dombaumeisterin Sonja Tubbesing. Die Figuren der Propheten Moses und Johannes des Täufers standen im Fokus der Reinigung.

Reinigung in zwei Schritten

Die Figuren aus Postaer Sandstein befinden sich in 30 Metern Höhe an der Ostseite des Doms und waren von Moosen, Flechten und Algen und so genannten schwarzen Krusten überzogen. In einem ersten Schritt entfernten die Reinigungsexpert*innen den biogenen Bewuchs mit Hilfe von Heißwasser-Hochdruckreinigern in der schonenden Dampfstufe mit 95 °C und einem reduzierten Druck von maximal 0,5 – 1 bar.

Die Figuren aus Postaer Sandstein waren von Moosen, Flechten und Algen und so genannten schwarzen Krusten überzogen. Foto: Kärcher

Die Verkrustungen wurden im zweiten Arbeitsschritt ausgedünnt. Dabei kam das sogenannte Niederdruck-Partikelstrahlverfahren zum Einsatz: Aus einem Abstand von 10 bis 20 cm und mit einem Oberflächendruck von 0,5 bis 2 bar trugen die Spezialist*innen, ausgestattet mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen, die Schmutzschichten schonend mit einem Aluminiumsilikat-Strahlmittel ab. Diese Technik war auch schon bei der Reinigung des Südwestturms das Mittel der Wahl. Sie ähnelt in ihrem Prinzip dem bekannten Sandstrahlen, nur dass beim Niederdruck-Partikelstrahlverfahren deutlich schonender vorgegangen wird. Im Anschluss an die Reinigung nimmt mit der finanziellen Unterstützung des Dombauvereins der Restaurator eines beauftragten Steinmetzbetriebs Konsolidierungs- und Ergänzungsmaßnahmen an den Figuren vor.

Gut zu erkennen: Vor und nach der Reinigung. Foto: Kärcher

Zustand des Doms

Seit 2018 sind diverse Schäden an der Domfassade bekannt. Seitdem läuft die umfassende Restaurierung der vier Ecktürme oberhalb des Hauptkranzgesimses. Die Schäden an den Säulen, Pilastern, Kapitellen, Zierelementen und Figuren aus Sandstein wurden unter anderem durch Ruß, Regen und Abgase verursacht. Eindringendes Regenwasser hat aufgrund defekter oder fehlender Fugen die Steinsubstanz zusätzlich geschädigt. Seit Beginn der Arbeiten konnten ca. 20 Prozent der notwendigen Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen werden.

Kultursponsoring bei Kärcher

Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher hat im Rahmen seines Kultursponsoringprogramms seit 1980 weltweit über 150 Denkmäler restauratorisch gereinigt. Dazu zählen neben den Kolonnaden des Petersplatzes in Rom, der Christusstatue in Rio de Janeiro, den über 3.300 Jahre alten Memnonkolossen im oberägyptischen Luxor und den Präsidentenköpfen am Mount Rushmore auch der Aachener Dom und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin. Die Reinigungen finden stets in enger Zusammenarbeit mit Denkmalschützer*innen, Restaurator*innen und Kunsthistoriker*innen statt.

Quelle: Kärcher / Delia Roscher