15. Juli 2022

Umsatzrekord trotz sinkender Nachfrage

Trotz sinkender Nachfrage konnte ein Umsatzrekord bei Farben und Lacken erreicht werden. Foto: Friedberg/stock.adobe.com
Trotz sinkender Nachfrage konnte ein Umsatzrekord bei Farben und Lacken erreicht werden. Foto: Friedberg/stock.adobe.com

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Im Jahr 2021 wurden in Deutschland deutlich weniger Anstrichmittel verkauft als im Jahr davor. Dank steigender Verkaufspreise erhöhten sich die Herstellererlöse trotzdem ein weiteres Mal, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Farben und Lacken des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Im ersten Corona-Jahr 2020 wurde in Deutschland so viel gepinselt wie schon lange nicht. Kurzarbeit und Homeoffice ließen die Nachfrage nach baulich verwendeten Farben und Lacken (Streichqualität) deutlich steigen. Dabei handelte es sich in vielen Fällen aber um Vorziehkäufe, die den Bedarf im vergangenen Jahr dann verkürzten.

Marktentwicklung Farben und Lacke total in Deutschland (Herstellerumsatz in Mio. Euro). Foto: Branchenradar.com

Nichtsdestotrotz stiegen die Herstellererlöse im Jahr 2021 moderat. Laut aktuellem Branchenradar Farben und Lacke in Deutschland erhöhte sich der Marktumsatz um 0,9 Prozent gegenüber Vorjahr. Mit 2,03 Milliarden Euro Umsatz erzielte man sogar ein All-time-High.

Verantwortlich für den Umsatzrekord waren steigende Preise bei Bautenlacken und Wandfarben. Der durchschnittliche Verkaufspreis verteuerte sich in beiden Fällen um rund vier Prozent gegenüber Vorjahr. Infolge kletterte der Umsatz mit Wandfarben auf 1,59 Milliarden Euro (+2,8 Prozent geg. VJ). Der Erlösrückgang bei Bautenlacken konnte bei 289 Millionen Euro (-0,9 Prozent geg. VJ) begrenzt werden. Einzig der Markt für Holzschutzmittel rutschte tief ins Minus. Da verstärkt preisgünstigere Artikel nachgefragt wurden, entwickelten sich die Verkaufspreise nur seitwärts. Infolge sanken die Herstellererlöse um nahezu dreizehn Prozent gegenüber Vorjahr auf 150 Millionen Euro.

Quelle: Branchenradar.com / Delia Roscher