30. März 2022

Biomassenbilanzierte EPS-Platten: mehrfach umweltfreundlich

Beim ökologischen Fassadendämmsystem basierten bereits in der Vergangenheit die Bindemittel der Beschichtungen teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen (Kiefernöl). Foto: Step-ani-Motion / Sto SE & Co. KGaA
Beim ökologischen Fassadendämmsystem basierten bereits in der Vergangenheit die Bindemittel der Beschichtungen teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen (Kiefernöl). Foto: Step-ani-Motion / Sto SE & Co. KGaA

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Gedämmte Fassaden sind Investitionen in Nachhaltigkeit, weil sie bereits nach ein bis zwei Jahren mehr Energie eingespart haben, als für ihre Herstellung aufgewendet wurde – und das bei einer Nutzungsdauer von über 60 Jahren. Noch klimafreundlicher werden sie, wenn die Dämmstoffe auf nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) basieren.

Die Grundstoffe der neuen Sto-Dämmplatte »Top32 Biomass« für Fassaden- und Innendämmsysteme bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, gewonnen aus organischen Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft. Die zertifizierte Öko-Wärmedämmplatte verursacht bei der Herstellung etwa zwei Drittel geringere CO2-Emissionen als vergleichbare Produkte, was bei Nachhaltigkeitszertifizierungen von Gebäuden geltend gemacht werden kann. Die Verarbeitungs- und Systemeigenschaften der biomassenbilanzierten Platten bleiben davon unberührt, sie sind identisch mit der Standard-Platte.

Das Biomassenbilanz-Verfahren

Für die Herstellung der Grundstoffe der zertifizierten Wärmedämmplatte Top32 Biomass aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum nach DIN EN 13163 werden zu 100 Prozent NawaRos verwendet. Den Beweis dafür liefert das unabhängig überwachte Biomassenbilanz-Verfahren (BMB). Mit dem von REDcert zertifizierten Biomassenbilanz-Verfahren (BMB) lassen sich nachhaltig produzierte Vorprodukte einer genau definierten Verwendung zuweisen. Da in den Großanlagen der chemischen Industrie nachwachsende und fossile Rohstoffe parallel verarbeitet werden, ordnet das BMB die Stoffströme bilanztechnisch. So wird Missbrauch ausgeschlossen und Kunden können darauf vertrauen, dass für nachhaltig hergestellte Produkte auch wirklich die exakt dafür notwendige Menge an nachwachsenden Rohstoffen eingesetzt wurde.

Dank der ökologischen Rohstoffbasis fallen bei der Herstellung der Wärmedämmplatte rund 66 Prozent weniger CO2e (Kohlenstoffdioxid-Äquivalente) an als bei der Produktion einer vergleichbaren EPS-Platte auf fossiler Basis. Diese CO2e-Reduktion kann bei allen gängigen Nachhaltigkeitszertifizierungen für Gebäude (DGNB, BREEAM, LEED) angerechnet werden. Die öko-zertifizierte (REDcert2) Wärmedämmplatte weist genauso wie ihr fossiles Pendant einen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit von λ 0,032 W/(mK) auf. Sie eignet sich für Dämmsysteme an der Fassade und im Innenraum und kann geklebt oder geklebt-gedübelt werden. Sie kann nicht in erdberührten Bereichen eingesetzt werden.

Mehrfach umweltfreundlich

Da die Platte mittels biomassenbilanzierter Rohstoffe aus organischen Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft hergestellt wird, ist sie gleich mehrfach umweltfreundlich. Ihre Umweltproduktdeklaration belegt klar, dass BMB-Produkte einen erheblichen ökologischen Vorteil gegenüber herkömmlichen Materialien aufweisen. Schon bei ihrer Herstellung sparen sie wertvolle Ressourcen (Erdgas und Erdöl) und reduzieren CO2-Emissionen. Umgerechnet auf ein Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern Fassadenfläche, das mit 20 Zentimeter dicken EPS-Platten gedämmt wird, beträgt diese Ersparnis rund 800 Kilogramm CO2e. Während ihrer langjährigen Funktion sparen die Platten aufgrund ihrer den Gebäudeenergieverbrauch reduzierenden Wirkung nochmals ein Vielfaches an CO2e ein.

Die neue Platte auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe entspricht in allen Punkten der gewohnten Profiqualität. Sie unterscheidet sich außer in ihren ökologischen Eigenschaften nicht von einem vergleichbaren fossilen Produkt. Architekten können exakt so planen wie in der Vergangenheit. Fachhandwerker bekommen genau das auf die Baustelle geliefert, was sie kennen, und Investoren können sich sicher sein, dass die Dämmung ihres Gebäudes ihren Erwartungen an Langlebigkeit und Werterhaltung entspricht.

Quelle: Sto / Delia Roscher