05. November 2021

Layher reagiert auf gestiegene Nachfrage

Layher startet im Zabergäu den Bau eines eigenständigen Werks für die Produktion und Feuerverzinkung von Bauteilen des Gerüstsystems. Foto: Layher

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Mit vorbereitenden Maßnahmen wie Planierungsarbeiten startet der offizielle Baubeginn für das dritte Fertigungswerk von Layher im Zabergäu. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2023 geplant.

Das Landratsamt Heilbronn erteilte Layher, Hersteller von Gerüstsystemen, für die Errichtung und den Betrieb des neuen eigenständigen »Werks 3« mit integrierter Feuerverzinkerei die Baufreigabe – nach dem Satzungsbeschluss des Zweckverbands Wirtschaftsförderung Zabergäu für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan im interkommunalen Industriegebiet Langwiesen IV und der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung durch das Regierungspräsidium Stuttgart. Erforderlich ist der Ausbau aufgrund der in den vergangenen Jahren gestiegenen Nachfrage nach Layher Gerüstsystemen. Die Fläche von »Werk 3« beträgt ca. elf Hektar, davon sind rund fünf Hektar überdachte Produktions- und Lagerfläche.

Fokus auf Energieeffizienz

Bei der Errichtung des Fertigungswerks liegt der Fokus nicht nur auf einem optimalen Produktionsfluss und moderner Automatisierungs- und Lagertechnik mit einem hohen Digitalisierungsgrad, sondern auch auf energieeffizientem Arbeiten. Die Produktionshallen und Gebäude des neuen Werks werden unter anderem durch umfassende Maßnahmen zur Gebäudedämmung, eine Photovoltaik-Anlage und die Nutzung von Abwärme aus den Produktionsprozessen im hohen Energie-Effizienzstandard BEG 40 ausgeführt.

Renaturierung der Zaber und Ausgleichsmaßnahmen

Mit dem Zweckverband Wirtschaftsförderung sowie den zuständigen Behörden, Fachbüros und Naturschutzverbänden wurden zudem umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen abgestimmt. Die Renaturierung der Zaber über eine Länge von rund einem Kilometer bildet dabei einen zentralen Schwerpunkt. Die Renaturierung umfasst ausgewiesene Flächen mit Auwäldern und Auwiesen, eine Verlegung des Flussbettes mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten des Gewässers und entsprechend gestaltete Uferbereiche.

Darüber hinaus gibt es weitere Ausgleichsmaßnahmen wie die artgerechte Umsiedlung mehrerer Tierarten. Für die bislang auf dem Werksgelände angesiedelten Tierarten werden in unmittelbarer Umgebung passende Ersatzhabitate wie Grünareale und eine Streuobstwiese geschaffen. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen insgesamt eine Fläche von über zwölf Hektar. Zwei Gewässer als neue Heimat für die Wechselkröte wurden bereits im zurückliegenden Jahr errichtet – Spezialisten haben rund 1.100 Tiere dorthin umgesiedelt. Auch auf dem Werksgelände sind Maßnahmen vorgesehen – wie die umlaufende Eingrünung des Werksgeländes, eine partielle Fassadenbegrünung sowie die Dachbegrünung.

380 Arbeitsplätze und Standortsicherung in der Region

Die Entscheidung für den Ausbau der Fertigung im Zabergäu erfolgte sehr bewusst und ist ein klares Bekenntnis zur Region und zum Wirtschaftsstandort Deutschland. Als Familienunternehmen mit einer starken Verbundenheit mit der Region ist den Gesellschafterfamilien auch die Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze am Standort wichtig – und damit die Stärkung des sekundären und tertiären Sektors.

In Deutschland sind heute mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Layher tätig. Im »Werk 3« selbst werden in der Endausbaustufe 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein.

Quelle: Layher / Alexandra Nyseth