01. Juni 2021

Positive Branchenbilanz 2020 für Mörtelprodukte und WDVS

Positive Branchenbilanz 2020 für Mörtelprodukte und WDVS
Die Absätze im Gesamtmarkt für Trockenmörtel stieg um +4,5 Prozent. Foto: VDPM

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Bei der digitalen Mitgliederversammlung des Verbands für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) am 29. April 2021 wurde die Marktstatistik 2020 vorgestellt. Der Verband zeigte sich mit den positiven Zahlen sehr zufrieden.

»Die Absatzentwicklung hat in 2020 alle Erwartungen übertroffen. Im Vergleich zu 2019 konnten die Absätze um +4,5 Prozent gesteigert werden. Entsprechend erreichte der Gesamtmarkt für Trockenmörtel ein Absatzhoch von 8.526 kt.«, freute sich VDPM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers über die Ergebnisse im Trockenmörtel-Bereich. Gemeinsam mit der B+L Marktdaten GmbH wurde eine Erhebung für 2020 erstellt. Die steigende Nachfrage schlug sich ein allen Produktsegmenten nieder. Einige Bereiche stachen aber nochmal hervor und wiesen deutlich stärkere Entwicklungen auf als der Gesamtmarkt.

+5,6 Prozent Absatzerhöhung bei Mörtel

Coronabedingt konnte etwa Mörtel für den Garten- und Landschaftsbau im vergangenen Jahr von der Fokussierung auf die eigenen vier Wände bzw. vom Verzicht auf Urlaub profitieren. Die Absätze konnten im Jahr 2020 um +9,7 Prozent gesteigert werden. Auch die Absätze im Bereich der Estrichmörtel, die auch schon in den Vorjahren verlässliche Markttreiber waren, sind im Jahr 2020 um +5,6 Prozent gestiegen. Nach eher schwächeren Vorjahren zeigte sich auch der Absatz von Fliesenchemie-Produkten mit +5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erfreulich positiv in 2020. Der starke Markt für Bestandsmaßnahmen war laut B+L hier der Haupttreiber.

»Bemerkenswert ist auch, dass sich Außenputze erstmalig seit langer Zeit mit einem Wachstum von +4,9 Prozent stärker entwickelt haben als Innenputze (+4,0 Prozent)«, erklärt Dr. Riechers. Grund für diese Trendumkehr war nach den Erkenntnissen des VDPM auch das Erstarken der energetischen Modernisierung.

WDVS profitiert von Fördermitteln

Im Bereich der Wärmedämm-Verbundsysteme sieht Dr. Riechers vor allem die Fördermittel aus dem Klimapaket der Bundesregierung als Auslöser der erhöhten Zahlen. Die verlegten Flächen konnten um +5,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 gesteigert werden. Auch für das kommende Jahr erwarten VDPM und B+L ein Plus beim WDVS-Absatz.

Der WDVS-Absatz profitierte 2020 von Fördermitteln. Foto: VDPM

Und wie sieht es 2021 aus? Im Neubau wird sich nach Einschätzung von B+L der Nichtwohnbau rückläufig entwickeln. Viele Unternehmen verzichten aktuell auf Investitionen in neue Produktionshallen oder Büros. Im Wohnbau dagegen dürfte der Positivtrend anhalten. Bestandsmaßnahmen werden auch in diesem Jahr ein wesentlicher Treiber der Absatzentwicklung sein. Die skizzierten Entwicklungen werden sich positiv auf die Absätze von Putzen und Fliesenchemie auswirken. Bei Mauermörteln (Prognose +0,4 Prozent) und Estrichmörteln (Prognose -0,2 Prozent) rechnet B+L aufgrund der geringeren Neubaunachfrage (insbesondere aus dem Nichtwohnbau) mit nur geringen Verschiebungen. Für den Gesamtmarkt Trockenmörtel 2021 rechnen VDPM und B+L aktuell mit einer Absatzsteigerung von +0,9 Prozent über Vorjahr.

Quelle: VDPM / Delia Roscher