22. April 2021

Rückgang bei Mineralwolle in Österreich

Rückgang bei Mineralwolle in Österreich
Auf dem österreichischen Markt für Dämmstoffe gibt es einen deutlichen Rückgang bei Mineralwolle. Foto: Mappe

Laut aktuellem Branchenradar Dämmstoffe in Österreich gab es ein deutliches Umsatzminus bei Mineralwolle. Absatzrückgang gab es sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.

Der deutsche Rohstoffmarkt kämpft seit Corona: Die deutsche Klebstoffindustrie sieht sich mit Lieferengpässen bei Schlüsselrohstoffen und Spezialchemie konfrontiert. Die europäische Farbenindustrie steht aufgrund steigender Rohstoffpreise unter hohem Druck.

In Österreich wurde die Bauwirtschaft als Ganzes zwar vergleichsweise wenig von Corona beeinträchtigt, am Markt für Dämmstoffe waren jedoch deutliche Erosionsspuren zu erkennen. Die Erlöse sanken überdurchschnittlich rasch um mehr als fünf Prozent gegenüber 2019, da die Produktgruppe nicht durch steigende Preise gestützt wurde. Bei Schaumstoffen lag das Umsatzminus – dank Preisauftrieb – indessen nur bei 0,7 Prozent. Völlig unbeeindruckt von allen Widrigkeiten wuchs im Jahr 2020 damit nur das Geschäft mit Dämmstoffen aus organischen Materialien: Der Bedarf erhöhte sich konstant um drei Prozent, der Umsatz sogar um neun Prozent. Erlösseitig stieg damit der Marktanteil auf 13 Prozent, womit die Öko-Produkte langsam aber sich das Nischendasein in Österreich hinter sich lassen.

Im laufenden und kommenden Jahr ist in jedem Fall mit steigenden Herstellererlösen zu rechnen, erhöhen sich die Rohmaterialpreise aktuell sprunghaft. Nachfrageseitig geht die Marktanalyse von Branchenradar von einer Ausweitung der Nachfrage um etwa zwei Prozent pro Jahr aus. Erlösseitig dürfte der Markt dieses Jahr um acht und nächstes Jahr um fünf Prozent wachsen.

Quelle: Branchenradar / Delia Roscher