12. April 2021

Die deutsche Klebstoffindustrie bangt um Rohstoffe

Die deutsche Klebstoffindustrie bangt um Rohstoffe
Die Klebstoffindustrie befürchtet weitere Verschlechterungen der bereits angespannten Rohstofflage. Foto: Bernd Ducke/Mappe

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen für die deutsche Klebstoffindustrie werden derzeit von Anlagenstillständen in Europa und den USA sowie stark begrenzte See- und Landfrachtkapazitäten beeinträchtigt.

Trotz aktuell guter Nachfrage sieht sich die deutsche Klebstoffindustrie mit Lieferengpässen bei Schlüsselrohstoffen sowie Spezialchemie konfrontiert. Auslöser dafür ist die Kombination einer gestiegenen weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen mit gleichzeitigen Ungleichgewichten und Verzögerungen in der globalen Liefer- und Logistikkette. Auch die Anlagestillstände bei einigen europäischen und US-amerikanischen Chemieherstellern tun ihr Übriges.

Bereits vor den Anlagestillständen war die Verfügbarkeit von Schlüsselrohstoffen eingeschränkt. Der Wintereinbruch in den südlichen Bundesstaaten der USA verschärfte die Lage, da er zum Ausfall eines großen Teils der US-amerikanischen Raffineriekapazität sowie der dortigen Chemieproduktion geführt hat.

Nach Einschätzung des Industrieverbands Klebstoffe (IVK) wird es Wochen bis Monate dauern, bis die Lieferketten wieder stabilisiert und entstandene Lieferverzögerungen ausgeglichen sind.

Quelle: Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK) / Delia Roscher