03. Februar 2021

Die Deutschen möchten wieder Tapeten

Für 2020 verzeichnet die Tapetenbranche ein Umsatzplus von 12 Prozent. Foto: Marburg

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Die deutsche Tapetenbranche verzeichnet für 2020 ein Umsatzplus, der Abwärtstrend gestoppt. Grund dafür: Die Besinnung auf das eigene Zuhause in der Coronakrise und die Gemeinschaftskampagne »Deutschland tapeziert«.

Im Jahr 2020 erlösten die deutschen Hersteller im Inland 110 Mio. Euro, was einem Plus von 12 Prozent entspricht. Das Deutsche Tapeten-Institut führt das starke Wachstum auf zwei Faktoren zurück: Die Verbraucher haben sich in Zeiten von Corona intensiv mit den eigenen vier Wänden beschäftigt, das Zuhause sollte wohnlicher werden. Weiterhin hatte auch die Gemeinschaftskampagne »Deutschland tapeziert« nach Ansicht der Branche einen erheblichen Anteil am Erfolg des Produkts, denn schon im 1. Quartal des Jahres (also noch vor Beginn des ersten Lockdowns) war ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Die Kampagne vereint Handel und Industrie und gibt Verbrauchern Inspiration und Tipps über Print- und Online-Medien sowie Social Media Aktivitäten. Im Ausland setzten die deutschen Hersteller 146 Mio. Euro (- 2 %) um, was zu einem Gesamtumsatz von 256 Mio. Euro (+ 4 %) führte.

Für die Aussichten im neuen Jahr ist von Bedeutung, wie lange der Lockdown noch läuft, da das Frühjahr üblicher Weise die wichtigste Renovierungssaison ist. Die im stationären Einzelhandel verlorenen Umsätze können nicht komplett durch Online-Verkäufe und »Click + Collect« ausgeglichen werden. Die Branche ist aber aufgrund der bereits erreichten höheren Käuferreichweite zuversichtlich.