31. Dezember 2020

Richtiges Lüften mit Rechenscheibe

Eine Rechenscheibe bietet Orientierungshilfe für nötige Lüftungsintervalle. Foto: Jan-Peter Schulz - BG BAU

Aerosole sind nach aktuellen Erkenntnissen Hauptübertragungsweg für das Coronavirus, insbesondere in Innenräumen. Eine speziell entwickelte Rechenscheibe zeigt an, wie oft und wie lange Räume gelüftet werden müssen, um das Infektionsrisiko zu senken. Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) können den Lüftungsrechner ab sofort kostenfrei als analoge Drehscheibe anfordern oder als interaktive Version nutzen.

Aerosole sind winzige Partikel in der Luft, die beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Sie können teilweise lange Zeit in der Luft schweben und sich im gesamten Raum verteilen. Viren, wie das Coronavirus, die an Aerosolen haften, können sich über diesen Weg verbreiten, insbesondere in Innenräumen wie Bauwagen, Sammelunterkünften, Sanitäreinrichtungen, Werkstätten und Büros und zu Infektionen führen. Deshalb sollte auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig gelüftet werden. Hierdurch werden die Viruskonzentration in der Raumluft reduziert und das Ansteckungsrisiko gemindert.

Orientierungshilfe für nötige Lüftungsintervalle

Als Arbeitshilfe hat die BG BAU eine bereits entwickelte Drehscheibe auf die Bedürfnisse der Baubranche angepasst. Nach Einstellung der entsprechenden Raumgröße in Kubikmetern sowie Anzahl der anwesenden Personen auf der Rechenschreibe lässt sich die richtige Lüftungsfrequenz ablesen. Das notwendige Lüftungsintervall kann jeweils für leichte, überwiegend sitzende sowie mittelschwere und schwere Tätigkeiten ermittelt werden. Neben der gedruckten Lüftungsscheibe gibt es auch eine digitale Version, mit der die Lüftungsintervalle online ermittelt werden können. Die Rechenscheibe kann unter Lüftungsrechner digital genutzt und auch zur haptischen Nutzung bestellt werden. Bestellmöglichkeit im Mediencenter der BG BAU: https://www.bgbau.de/service/angebote/medien-center-suche/medium/2691/

Quelle: BG BAU / an