22. Oktober 2020

Deutschland hinkt hinterher

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie liegt das Produktionsvolumen von Anstrichstoffen in Europa wieder leicht über dem Vorjahr. Die deutsche Industrieproduktion für erholt sich im Vergleich langsamer und lag im vergangenen August noch 6,5 Prozent unter dem Vorjahr. Wie das Marktforschungs- und Beratungsinstitut CHEM Research mitteilte,

stieg der Index im Wirtschaftsraum der 27 europäischen Länder (EU27) auf 102,2 Punkte – ein Anstieg von + 3,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und ein Wachstum von + 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In Deutschland stieg der Produktionsindex dagegen nur auf 87,2 Punkte und erholt sich wie in den Vormonaten nur leicht. Dies bedeutet einen Anstieg von + 2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und einen Rückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beachtet man bei diesem Vergleich, dass die deutsche Industrie einen Anteil von ca. 25 Prozent bei dem EU27-Indikator besitzt, kann von einem Wachstum von fast + 2,8 % im EU26 Raum, also dem Wirtschaftsraum ohne Deutschland, ausgegangen werden.
Ein Vergleich in beiden Wirtschaftsräumen zeigt den deutlich stärkeren Rückgang der Produktion in den EU26 Staaten in den Monaten März und April, bereits im Mai liegen beide Regionen jedoch auf dem gleichen Niveau des Rückgangs. Seit dem Monat Juni entwickelt sich der EU26-Raum konstant besser als Deutschland.