22. Oktober 2020

Corona-Schutz auf Baustellen

In vielen Regionen Deutschlands nimmt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus stark zu. Die Pandemie fordert die Bauwirtschaft besonders heraus, denn hier laufen die Arbeiten seit Anfang an unvermindert weiter. »Gerade jetzt müssen sich die Beteiligten auf den Baustellen der Gefahr bewusst sein und Verantwortung übernehmen.

Im Herbst und Winter darf im Arbeits- und Infektionsschutz nicht nachgelassen werden«, appelliert Bernhard Arenz, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) in einem aktuellen Interview. Neben den bekannten AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) ist in der kalten Jahreszeit weiterhin das Lüften sehr wichtig. Dabei sind nach Aussage der BG Bau Ventilatoren und Heizlüfter kein Ersatz für richtiges Lüften, denn es gehe nicht um die Luftbewegung, sondern um frische Luft durch Stoßlüftung.
In Bauwagen, Pausenräumen, Büro-Containern oder Sammelunterkünften kommen viele Beschäftigte auf engem Raum zusammen. Daher gewinnt das Thema Lüften in den kommenden Monaten an Bedeutung, denn die Viren werden über Aerosole in der Luft übertragen. Dem kann einfach entgegengewirkt werden: Fenster auf und stoßlüften. Die Faustregel nach der Arbeitsstättenverordnung lautet: Regelmäßig einmal pro Stunde und in Besprechungsräumen alle 20 Minuten lüften. Abhängig von Raumgröße und Personenzahl sollte die Lüftungsdauer zwischen drei und zehn Minuten betragen. Das lässt sich auch auf Baustellen leicht umsetzen. Die Handlungshilfe zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard der BG Bau bietet Unterstützung in Lüftungs- und allen anderen Fragen rund um den Infektionsschutz. Download hier.