16. April 2020

Sto-Stiftung: Sieben Stipendien

Mit Förderung der Sto-Stiftung: Morteza Showmali (36) macht dieses Jahr seinen Techniker an der Hamburger Fachschule GSechs. Foto: Sto-Stiftung Giuliani/von Giese

Die wenigsten Maler- und Lackierergesellen wissen, dass der Meister nicht das Ende der Karriereleiter im Handwerk sein muss. Die Sto-Stiftung zeigt, wie es nach dem Meister weitergehen kann.

Die Sto-Stiftung zeigt, wie es nach dem Meister weitergehen kann und unterstützt Malergesellen an sieben Fachschulen in Deutschland, genauer in Hamburg, Berlin, Fulda, Hildesheim, Lahr, München und Stuttgart, bei ihrer Weiterbildung zum »staatlich geprüften Farb- und Lacktechniker« mit einem Stipendium von 1.000 Euro im Semester. »Nach dem Meister ist noch lange nicht Schluss«, ist sich Konrad Richter, Stiftungsrat Handwerk der Sto-Stiftung, sicher. »Der Abschluss der zweijährigen Vollzeit-Ausbildung eröffnet viele berufliche Chancen. Techniker können Führungsaufgaben in Handwerk, Handel und Industrie übernehmen oder selbstständig einen eigenen Betrieb führen. Die Nachfrage nach Absolventen ist groß«, erklärt Richter. Morteza Showmali ist einer der diesjährigen Absolventen zum Techniker. Er absolviert die Weiterbildung an der Hamburger Fachschule GSechs. Noch vor zwei Jahren hätte er sich nicht träumen lassen, dass er mal für eine Abschluss-Studienarbeit eine empirische Forschung durchführt. »Ich habe das Gymnasium abgebrochen und eine Lehre zum Maler- und Lackierer absolviert«, berichtet der 36-Jährige. Nach zehn Jahren im Beruf folgte der Schritt in die Weiterbildung. »Ich wollte meine Potenziale ausschöpfen«, erklärt Morteza Showmali. Den gebürtigen Iraner zieht es in die Industrie. Sein nächstes Ziel: eine Trainee- Anstellung bei einem Farben- und Lackhersteller in Hamburg. »Wer weiß, vielleicht studiere ich ja sogar doch noch mal«, freut er sich.