12. November 2019

Sanierung in Tel Aviv

100 JAH­RE BAU­HAUS: RE­ST­AU­RIE­RUNGSAR­BEI­TEN DURCH DEU­T­SCHE AUSZU­BIL­DEN­DE AM MAX-LIEBL­ING-HAUS IN TEL AVIV MIT UN­TERSTÜTZUNG DER GE­MEINNÜTZI­GEN STO-STIF­T­UNG / FOTO: STO SE

Projekt erfolgreich abgeschlossen Im Frühjahr haben deutsche Maler- und Stuckateur-Azubis in vier Teams zusammen mit israelischen Handwerkern und Studenten die denkmalgeschützte Fassade des Max-Liebling-Hauses in Tel Aviv restauriert. Unterstützt wurde ihre Arbeit von der gemeinnützigen Sto-Stiftung. Vor wenigen Wochen, am 19. September, ist das Gebäude nun offiziell seiner Bestimmung als deutsch-israelisches Architektur- und Denkmalschutzzentrum übergeben worden. Konrad Richter, Stiftungsrat Handwerk der Sto-Stiftung, freut sich über das gelungene Projekt: »Der erfolgreiche Workshop hat gezeigt, was über Ländergrenzen hinweg erreicht werden kann. Gemeinsam arbeiten, voneinander lernen, zusammen Freizeit gestalten, das ist unser Beitrag zu einer weltoffenen Gesellschaft.« Damit nicht genug: Ein Team bestehend aus zwei angehenden Berufsschullehrern und drei Schülern der Maler-Fachschule in Wuppertal plant im Frühjahr kommenden Jahres wieder in Tel Aviv zu sein. Zusammen mit drei israelischen Malern sollen im nächsten Schritt auch im Innenraum Wände, Decken, Türen und Fensterrahmen denkmalschutzgerecht saniert werden. Das Projekt hat einen sowohl kulturhistorisch als auch bautechnisch und interkulturell bedeutsamen Rahmen: 100 Jahre Bauhaus. Das jetzt sanierte Haus ist eines von rund 4.000 Wohngebäuden der Weißen Stadt, die nach 1933 von deutschen Architekten jüdischen Glaubens in Tel Aviv errichtet wurden.