Nächste Runde im Titan-Kampf

Noch ist alles offen im Titandioxid-Dilemma – zwei Webseiten bieten Fachhandwerkern wichtige Informationen zur Situation.

Wie Mappe Online am 18.07.2017 berichtete, hat der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienbehörde EHCA die Empfehlung ausgesprochen, Titandioxid nach Kategorie 2 »Kann vermutlich Krebs erzeugen« durch Einatmen einzustufen (Link zum Artikel). Das klingt etwas milder als Kategorie 1 B »Kann Krebs erzeugen«, zudem ist in Kategorie 2 noch der Verkauf an Verbraucher erlaubt.

Jedoch wirkt die Formulierung immer noch sehr abschreckend auf Kunden, auch das Zertifikat »Blauer Engel« würde es nicht mehr geben. Der Streit um die Kategorisierung des wichtigen Pigments (900 Farben wären betroffen) ist noch lange nicht vom Tisch: Die Toxikologen des RAC geben nur eine Anregung an die Politik, die letztlich entscheidet. Ende des Jahres wird der REACH-Regelungsausschuss (Registration, Evaluation, Authorisation und Restriktion von Chemikalien) eine Entscheidung fällen. Das Gremium besteht aus der EU-Kommission und nationalen Vertretern.

Nach einer formalen Prüfung durch Europäisches Parlament und Europarat würde die neue Verordnung im Frühjahr 2018 in Kraft treten.

Viele aktuelle Infos finden Maler nun auf den Seiten www.wirsindfarbe.de des Verbands der deutschen Lack-und Druckfarbenindustrie e. V. (VdL) und www.initiative-pro-titanoxid.de, einem Gemeinschaftsportal des VdL und VdMI (Verband der Mineralfarbenindustrie e. V.).