Zweite Runde für das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum der Beratungsgesellschaft des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) wird um zwei weitere Jahre verlängert. 

Am 1. Dezember startet das Projekt Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in eine neue Förderphase. In den folgenden zwei Jahren unterstützt ein Konsortium der Beratungsgesellschaft des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) Handwerksbetriebe dabei, mit digitalen Mitteln neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt finanziell. 

Wie auch in der ersten Phase bleiben die bisherigen Themenfelder bestehen. Darunter fallen Gebäude, Mobilität, Gesundheit, Produktion, Clouds, Geschäftsmodellentwicklung und IT-Sicherheit. Neu hinzu kommt das Thema der Künstlichen Intelligenz (KI) mit dem Ziel, vorhandene KI-Lösungen in Handwerk und Mittelstand zu transferieren. Laut der Telekom Studie »Digitalisierungsindex Mittelstand« haben bislang 37 Prozent der Unternehmen in der Baubranche die digitale Transformation in ihrer Geschäftsstrategie verankert. Dennoch hinke das Baugewerbe im Vergleich zu anderen Branchen hinterher. Ob und wie ein Unternehmen die Digitalisierung verinnerlicht habe, hinge auch mit der Betriebsgröße zusammen, wie der Studie zu entnehmen ist. Demnach hätten 48 Prozent der Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern eine Digitalstrategie auf der Agenda.

Digitalisierungschecks im Handwerk

In der ersten zweijährigen Förderphase wurden mehr als 250 sogenannter »Digitalisierungschecks« im Handwerk und in der Industrie durchgeführt. Gemeint ist mit den Checks ein Instrument, das Handwerksbetrieben hilft, ihren Status Quo hinsichtlich ihrer Digitalisierung sowie ihrer Weiterentwicklungspotentiale zu ergründen. Ein Berater der jeweiligen Hanwerkskammer oder Innung bespricht und diskutiert in einem persönlichen Fragebogen die Kriterien. Mit Beginn der neuen Förderphase gibt es nun ein neues Kontingent von 200 Digitalisierungschecks, davon 100 für das Handwerk. Geplant sind außerdem sechs Mikro- und Umsetzungsprojekte im Handwerks- und Gebäudebereich. Außerdem veranstaltet das Konsortium eine Schulungs- und Workshopreihe für Digitales Bauen.

Das vollständige Programm wird Anfrang Februar 2020 bei der 1. Multiplikatoren-Konferenz des Gebäudebereichs vorgestellt. Weitere Informationen unter www.handwerkdigital.de