Mehr Komfort bitte!

Convenience steht für Bequemlichkeit, Komfort, Zweckmäßigkeit und Einfachheit. Es ist die Beschreibung eines Phänomens, das viele Bereiche von Sicherheit über Gesundheit bis hin zu Umweltschutz dominiert. Aber woher kommt dieser Trend eigentlich und welche technischen Spielereien gibt es schon?

Vielleicht sind es Faktoren, wie die Komplexität und die Verkomplizierung des modernen Lebens oder die vielen Aktivitäten in Beruf und Freizeit, die in uns als Ausgleich Wünsche nach einer gewissen Leichtigkeit und Bequemlichkeit wecken. Endlich mal die Füße hochlegen und es sich gemütlich machen. Bequem den elektrischen Liegesessel in Position bringen, die Tiefkühlpizza in den Ofen schieben, ein Glas Wein eingießen und mit der Fernbedienung durch die Programme zappen. Die TV-Fernbedienung ist quasi das Symbol für Bequemlichkeit. Bevor sie erfunden wurde, musste man noch zum Fernseher oder zur Hi-Fi-Anlage gehen, um ein Programm zu wählen oder die Lautstärke einzustellen. Die erste Fernbedienung der Welt, namens »Flash-Matic« hat der ehemalige Lagerarbeiter Eugene Polley im Jahr 1955 erfunden. Das Gerät sah noch aus wie »eine Mischung aus Föhn, Taschenlampe und den futuristischen Laserstrahlern aus Science-Fiction-Filmen«, so Spiegel online. Heute sind es umfassende Smart Home-Technologien, die das Leben leichter und bequemer machen. Laut statista.de beträgt der Umsatz im Smart Home-Markt 2018 etwa 2,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2022 wird laut Prognose ein Marktvolumen von fast 5,3 Milliarden Euro erreicht werden, was einem jährlichen Umsatzwachstum von über 20 Prozent entspricht.

Convenience_Beitrag
Die Technik nimmt den Menschen im Alltag immer mehr ab, egal ob bei Haushalt, Arbeit oder Freizeit.

Gesund ernähren, aber bequem

Convenience ist eine Lebens- und Konsumform, die sich, aus den USA kommend, in ganz Europa ausbreitet. Sucht man nach dem Begriff »Convenience«, taucht, neben »Convenience Shopping«, als Megatrend am häufigsten »Convenience Food« auf. Dieser Bereich umfasst zum einen Produkte, die aufguss-, zubereitungs- oder verzehrfertig verkauft werden, also Fertiggerichte und Suppen. Aber auch küchen- oder garfertige Produkte wie z.B. Tiefkühl-Gemüse oder frisch zubereitete Salate und geschnittenes Obst (Fresh Cut Salat). Neuester Trend ist hierbei der »To-go-Konsum« – das Verzehren von handlich vorbereiteten Lebensmitteln für unterwegs. Zwar geben rund zwei Drittel der Deutschen an, sich 2018 gesünder ernähren zu wollen und ihre Speisen gern selbst und frisch zubereiten zu wollen, wie eine bevölkerungsrepräsentative Befragung im Auftrag des Tiefkühlspezialisten bofrost ergab.

Aber als größte Hürden für die dauerhafte Umsetzung ihrer Vorsätze sehen die Deutschen die eigene Bequemlichkeit (56,5 Prozent), hartnäckige alte Gewohnheiten (55,3 Prozent) sowie den Alltagsstress (47,9 Prozent). In Zukunft wird es für dieses Problem immer mehr smarte Lösungen im Bereich »Convenience Food« geben, denn modernes Essen für zwischendurch und zu Hause soll zwar frisch und gesund aber eben auch bequem sein. Auf den Lieferservice-Markt drängen deshalb immer mehr Anbieter, denn ein großer Markt für »Convenience Food« ist in jedem Fall vorhanden: In Deutschland werden bereits 2018 etwa 5,8 Milliarden Euro für Convenience Food ausgegeben, laut Prognose wird im Jahr 2021 ein Marktvolumen von fast 6,3 Milliarden Euro erreicht. Das bedeutet ein jährliches Umsatzwachstum von 2,8 Prozent bis 2021, in den USA steigt der Umsatz bei Convenience Food bis 2021 sogar um 3,7 Prozent.

Mit dem neuen Trend erobern auch technischen Spielereien den Markt – ganz im Sinne der Bequemlichkeit. Der Amazon Dash Button beispielsweise ist ein mit WLAN verbundenes Gerät, mit dem Sie Ihre Lieblingsprodukte per Knopfdruck nachbestellen können. Jeder Dash Button ist an ein Produkt nach Kundenwahl gekoppelt, das während der Einrichtung über die Amazon App auf Ihrem Android- oder iOS-Smartphone ausgewählt wird. Zur Zeit stehen 22 Produkte zur Verfügung. Zum Nachbestellen drückt der Kunde einfach auf den Dash Button. Der Bestellschutz stellt sicher, dass der Dash Button nur auf Ihren ersten Knopfdruck reagiert, bis Ihre Bestellung geliefert wurde. Außerdem gibt es eine Bestellbestätigung auf das Handy, sodass die Bestellung notfalls vor dem Versand wieder storniert werden kann.

Kommunikation einfach gemacht

Es gibt immer mehr Erfindungen, die Alltag und Arbeitsleben erleichtern und bequemer machen sollen. So auch die Kommunikation: Dank der Digitalisierung kommunizieren wird heute schon teilweise über digitale Sprachassistenzsysteme. Amazons »Alexa« sowie andere Smart Speaker können bereits Rückfragen stellen oder und auf Anweisungen reagieren wie: »Suche einen Maler in meiner Nähe, der sich mit Wohngesundheit auskennt.« Was tut Alexa? Sie geht auf die Suche mit Google. Gefunden werden Malerbetriebe, die entweder eine Anzeige auf Google geschaltet haben oder aufgrund guter Suchmaschinenoptimierung (SEO) ein gutes Ranking haben. Während die Malersuche mit Alexa noch Zukunftsmusik ist, geht es den Malerbetrieben heute vor allem darum, Mitarbeiter und Kunden zu gewinnen.

Digitalisierung im Maleralltag nutzen

Wie lassen sich all diese Novitäten im Betriebsalltag einsetzen? Gibt es bereits digitalisierte Werkzeuge speziell für Maler? Ja die gibt es! Noch mehr zum Convience-Trend und welche Möglichkeiten sich daraus für Malerbetriebe ergeben lesen Sie in der neuen Ausgabe der Mappe. Die Aprilausgabe erscheint am 1.4.2018.