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Begriff Beschreibung
Schalldämmung und - Dämpfung

Grundsätzlich können Schallquellen gedämmt oder gedämpft werden. Schalldämmung ist ein Begriff aus der Bauphysik und beschreibt bauliche Maßnahmen, mit denen die Schallübertragung in Bauteilen vermieden oder verringert werden kann. Der Begriff der Schalldämpfung stammt aus der Raumakustik und beschäftigt sich mit der Schallausbreitung und dem Geräuschpegel innerhalb eines Raumes, der von einer Schallquelle herrührt. Dieser reflektierte Schall wird als Raumschall bezeichnet. Schalldämpfung oder -absorption beschreibt Maßnahmen zur Minderung der Schallreflexion innerhalb eines Raumes, insbesondere durch schalldämpfende Materialien, so genannte Schallabsorber.

Siehe auch: HörsamkeitNachhallzeit

Scheinselbstständigkeit

Wenn eine erwerbstätige Person als selbstständiger Unternehmer auftritt, obwohl sie von der Art ihrer Tätigkeit her zu den abhängig Beschäftigten (Arbeitnehmer) zählt, fällt das unter Scheinselbstständigkeit. In § 7 SGB IV ist geregelt, dass es entscheidend darauf ankommt, ob die Tätigkeit nach Weisungen eines Auftraggebers ausgeführt wird bzw. ob eine Eingliederung in die Organisation des Auftraggebers erfolgt ist. Wichtige Kriterien sind daher nach wie vor die Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit, die Tätigkeit auch durch Dritte auszuüben.

Schildermaler

Schildermaler ist wohl ältester Fachbereich des Malerhandwerks. Die Schilderer, Schilter oder Schildner bildeten bereits 1197 in Magdeburg eine Zunft. Sie kennzeichneten und bemalten Schutzschilder. Später bemalten sie Wappenschilder und schließlich Handwerks- und Hinweisschilder. Als das Bild immer mehr von Texten abgelöst wurde, wurde aus dem Schildermaler der Schriftenmaler. Die Schriftenmalerei wurde in München als ein »Gebiet der höheren Malkunst« bezeichnet, das für Anstreicher nicht zulässig war. Die Erfordernisse des 20. Jh. prägten schließlich den Beruf der Schilder und Lichtreklamehersteller.

Schüttungen

Schüttungen bestehen aus einem losen Granulat mit Korngrößen, die üblicherweise zwischen 0 und 7 mm liegen. Für die verschiedenen Produkte werden unterschiedliche Rohstoffe als Ausgangsmaterialien verwendet. Man unterscheidet Schüttungen auf Basis von: Perlite, Vermiculite, Blähton, Porenleichtbeton, Granulat, Kork und organischen Ausgangsstoffen (z. B. Holzgranulat oder verholzte Splitter). Diese Stoffe werden mit Bitumen ummantelt, um eine stabiles Zusammenhalten der Schüttungen zu erreichen und widerstandsfähig gegen Schädlinge und Feuchtigkeit zu machen.

Tauchlacke

»Tauchlacke«: Lackfarben und Lasuren, mit welchen durch Eintauchen Gegenstände beschichtet werden können. Diese Lacke müssen »Tauchfähigkeit« aufweisen, d.h. sie müssen in der Viskosität wie in der Zusammensetzung so eingestellt sein, dass der zu lackierende Gegenstand beim langsamen Einführen gleichmäßig benetzt wird und beim Herausführen keine Blasen entstehen. Gleichmäßiger Verlauf muss auch an Ecken und Kanten gegeben sein; der Lack darf weder abtropfen noch Läufer bilden.

Taupunkt

Der als Taupunkt bezeichnete Temperaturpunkt ist jene Temperatur, bei der Luft keinen weiteren Wasserdampf mehr aufnehmen kann, also zu 100 % gesättigt ist. Sinkt die Temperatur, kondensiert das Wasser teilweise und scheidet sich als Nebel oder Tau ab. Bei jeder weiteren Temperaturerniedrigung kondensiert Wasserdampf immer in dem Umfang, dass die relative Feuchtigkeit der Luft bei 100 % verbleibt.

Tüpfellacke

Tüpfellacke sind Effektlackfarben, die auch als Tupfeffekt-, Sprenkel- oder Kleckerlacke bezeichnet werden. Der relativ dickflüssige Lack – meist Nitrolackfarbe – wird bei niedrigem Druck mit der Spritzpistole punktartig aufgetragen, und zwar nacheinander (bei Doppelpistolen gleichzeitig) in verschiedenen Farbtönen. Das Ergebnis ist eine auf einem Grundton mehrfarbig gesprenkelte, unempfindliche Fläche, auf der Flecken und Kratzer kaum auffallen. Diese Art der Musterung ist z.B. für strapazierte Wandbeläge beliebt.

Ueberstreichbarkeit

»Überstreichbarkeit« ist gegeben, wenn ein Vorstrich oder eine Spachtelung auf die nächste Anstrichschicht nicht störend einwirkt und selbst durch den neuen Anstrich nicht angelöst wird. In Zweifelsfällen: Probeanstrich!

Ultraviolette Strahlen

Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlung) sind ein Teilbereich der elektromagnetischen Strahlung, nämlich der Wellenlängenbereich von etwa 5 – 400 nm, der sich an das violette Ende des für das menschliche Auge sichtbaren Lichtspektrums anschließt. Je kürzer die Wellenlänge einer Strahlung, umso energiereicher ist sie; also sind UV-Strahlen fotochemisch wirksamer als sichtbares Licht.

Unnützes Wissen über Farbe: Rote Haare

In Schottland leben nach Erkentnissen der University of Louisville, Kentucky, die schmerzempfindlichsten Frauen der Welt.  Dort haben 13 Prozent der Menschen rote Haare und damit mehr als überall sonst.

Unproduktiven Lohnkosten

Die unproduktiven Lohnkosten werden in der Kostenrechnung bei der Berechnung der direkt verrechenbaren Lohnkosten berücksichtigt, um eine exakte Abgrenzung der Zuschlagsbasis für die Verrechnung der Gemeinkosten und damit des Gemeinkostenzuschlagsatzes zu erhalten.

Verdunstung

Den Vorgang, bei dem sich unterhalb des Siedepunkts einer Flüssigkeit an deren Oberfläche sich der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand vollzieht, bezeichnet man als Verdunstung. Die Geschwindigkeit dieses Vorgangs hängt von der Größe der Oberfläche und der Umgebungstemperatur ab. Gemessen wird sie empirisch. Das Ergebnis bezeichnet man als Verdunstungsgeschwindigkeit bzw. Verdunstungszahl.

Vergilbungsskala

»Vergilbungsskala« dient zum Bestimmen der Vergilbung von nahezuweißen oder farblosen Materialien durch Vergleich der zu prüfenden Fläche mit der Farbmusterkarte der Vergilbungsskala. Zur genaueren Bewertung der Farbänderung wird nach DIN 6167 die Vergilbungszahl als Vergleich einer vergilbten und unvergilbten Probe gemessen. Genauere Farbmessungen und Beschreibungen des Vergilbungsgrades erfolgen nach DIN 5033–3, DIN 55980 und 55981.

Vorgabezeit

Nach REFA (Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung)ist die Vorgabezeit die Zeit je Leistungseinheit, die ein durchschnittlich qualifizierter Arbeitnehmer (Geselle) für deren Ausführung benötigt. Die Summe der Einzelvorgaben ergibt die Gesamtausführungszeit. Die Grundeinheit der Vorgabezeit für jede Leistungseinheit (Quadratmeter, Meter und Stück) ist die Lohnminute. Die Vorgabe eines bestimmten Zeitbedarfs für eine bestimmte Leistung oder ein bestimmtes Auftragsobjekt ist eine Sollzeit, d.h. innerhalb dieser Zeit soll die Ausführung erledigt sein. Vorgabezeiten können unabhängig von dem Entlohnungssystem, wie Zeitlohn, Akkord oder Prämienlohn, eingesetzt werden. Die Vorgabe einer Sollzeit dient dem Zweck, den Zeitaufwand zu begrenzen und das Kostenbewusstsein bei den Arbeitnehmern zu stärken.

Wasserquellbarkeit

Wasserquellbarkeit ist die Eigenschaft von Bautenbeschichtungsstoffen, Wasser aufzunehmen und später wieder abgeben zu können. Beim Aufquellen des Bindemittels im Anstrich nimmt dieser an Gewicht zu. Wasserquellbare Bindemittel können also im Anstrichuntergrund vorhandene Feuchtigkeit verkraften, indem sie diese zunächst aufnehmen, so vom Untergrund entfernen und später in die Luft abgeben. Umgekehrt nehmen sie von außen kommende Feuchtigkeit auf und lassen sie dadurch nicht in für den Untergrund schädlichem Maße durch den Anstrich dringen. Vollkommen nichtquellbare Anstrichsysteme würden durch Feuchtigkeit im Untergrund abgedrückt unter Blasenbildung.

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