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Begriff Beschreibung
Metalleffektlackierung

Metalleffektlackierung: Diese Lackfarben enthalten neben den herkömmlichen Pigmenten noch Aluminiumpulver, die den Metalleffekt bewirken. Neben der Größe der Aluminiumteilchen ist auch die Spritztechnik für die optische Wirkung verantwortlich. Wird besonders trocken gespritzt oder genebelt, entsteht ein hellerer Eindruck als bei einem satten Auftrag. So sind bei Reparaturlackierungen trotz identischen Farbtons Farbtonunterschiede möglich. Man unterscheidet zwischen Einschicht- und Zweischichtmetall-Effektlacken.

Mischphasen-Pigmente

»Mischphasen-Pigmente« ist die Bezeichnung für Pigmente, die aus Mischkristallen bestehen. Sie sind chemisch dadurch charakterisiert, dass in einem fest stehenden Kristallgitter (Wirtsgitter) einzelne Gitterplätze durch eine andere Ionenart ersetzt werden. Im engeren Sinn versteht man unter Mischphasen-Pigmente die oxidischen Mischpigmente.

Nachdunkeln

»Nachdunkeln«: Bestimmte Anstrichstoffe weisen nach der Trocknung einen dunkleren Farbton auf als im nassen Zustand. Diese Erscheinung beruht auf dem veränderten Lichtbrechungsvermögen des Anstrichfilms nach Verdunstung der Lösemittel: Es tritt eine Zusammenlagerung der Bindemittelteilchen chem. und / oder physikal. ein, was zu einer Verdichtung des aufgebrachten Anstrichstoffes führt. Nachdunkeln wird vornehmlich bei Lack- und bei Dispersionsfarben mit hohem Bindemittelgehalt beobachtet. Bei Kalk-, Leim- oder schwach gebundenen Dispersionsfarben tritt dagegen nach der Verdunstung des Wassers eine Aufhellung des Anstrichs ein.

Nachhallzeit

Wichtigste raumakustische Kenngröße ist die Nachhallzeit. Sie beschreibt die Halligkeit eines Raumes und drückt in Zahlen aus, wie lange der Klang eines Tons im Raum zu hören ist, obschon die Schallquelle längst aufgehört hat, Schall abzustrahlen. Je grösser also die Nachhallzeit ist, desto länger hört man den Klang eines Tons im Raum nachklingen. Davon hängt im Wesentlichen die Hörsamkeit des Raumes ab.

Siehe auch: HörsamkeitSchalldämmung

Normlichtart

Die Normlichtart ist eine Lichtart, auf die man sich für bestimmte Anwendungs- und Farbvergleichszwecke festgelegt hat. Um Farben richtig bewerten, messen, mischen und vergleichen zu können, sind einheitliche (genormte) Beleuchtungsbedingungen eine wichtige Voraussetzung. Normlichtarten sind nach ihrer Farbtemperatur in Kelvingraden (K) angegeben, z. B. Normlichtart D 65 (6500 K) für Tageslicht, Normlichtart A (2856 K) für künstliches Licht mit Glühlampen, Normlichtart C für künstliches Tageslicht.

Normung

Normung: Unsere hoch technisierte Welt ist ohne Normung nicht denkbar, denn Normung ist ein Ordnungsinstrument ersten Ranges. Diese Erkenntnis wurde in den westlichen Industrieländern schon vor Jahrzehnten – unter den verschiedensten Bezeichnungen – in die Praxis umgesetzt, zunächst natürlich jeweils auf nationaler Ebene. Die Normenwerke der hoch entwickelten Industrienationen sind einesteils eine leicht zugängliche Informationsquelle über den Stand der Technik, zum anderen die Voraussetzung für die Lösung vieler technischer und wirtschaftlicher Aufgaben.

Oberflächenvorbehandlung

Die Oberflächenvorbehandlung ist die wichtigste Maßnahme vor dem Aufbringen einer Beschichtung. Sie ist erstens eine Maßnahme zum Entfernen von Verunreinigungen und zweitens die eigentliche Vorbehandlung der Oberfläche durch Aktivieren der Oberfläche für die nachfolgende Beschichtung, beispielsweise durch Aufrauen, Haftvermittlung oder chemische Umwandlung.

Ocker

Ocker basieren auf Erden. Es sind feinerdige hellgelbe bis gelbbraune Verwitterungsprodukte eisenhaltiger Minerale und Feldspat. Der hohe Gehalt an Eisenoxiden, Eisenhydroxiden und/oder basischen Eisensulfaten bewirkt die gelbe, rote bis braunrote Färbung. Sie enthalten je nach Lagerstätte 20 bis 80 % Eisenoxid, wie Fe2O3, H2O oder FeOOH.

Ornament

»Ornament«: lat. = Ausrüstung, Schmuck, ornare = schmücken. Bis zum 19. Jahrhundert allgemein als Zierung, Zierrat oder Verzierung bezeichnet. Ornamente sind sich wiederholende Verzierungen, die aus geometrischen, pflanzlichen, figuralen, auch sachbezogenen Grundformen (wie z.B. Geräte, Schriftzeichen etc.) oder beliebig abstrakten Grundformen aufgebaut sind. Man unterscheidet Körperschmuck, Bau- und Oberflächenornamente, angewandte und zweckfreie Ornamentik, Band-, Flächen – und Rundornamente, sowie architekturbezogene und architekturunabhängige Ornamente. Es gibt sie seit der jüngeren Altsteinzeit, das heißt seit etwa 30000 Jahren, seit der Mensch gelernt hat, sich und seine Umgebung zu schmücken.

Qualitätskontrolle

Zur Qualitätskontrolle zählen alle organisatorischen und technischen Maßnahmen, die der Schaffung und Erhaltung der Qualität dienen. Die Qualitätssicherung erfolgt auf verschiedenen Ebenen, wie z. B. durch die Qualitätssicherung der Produkthersteller, durch den Handel, durch Gütegemeinschaften, durch betriebliche Maßnahmen wie Qualitätsmanagement sowie durch qualitätssichernde Regelungen in den DIN Normen z. B. VOB/C sowie in VOB/B § 4 Nr. 3.

Quarzmehl

»Quarzmehl«: Feuerstein, Kieselstein, Kieselsäureanhydrid, Quarz, Quarzpulver.
Eine Unterscheidung in Quarzmehl und Quarzsand ist abhängig von der Korngröße. Als Sand werden i.d.R. natürliche mineralische Sedimente mit abgerundetem oder eckigem Korn und Korngrößen von überwiegend 0,06 – 2 mm bezeichnet. Körnige natürliche Materialien mit Korndurchmessern > 2 mm bezeichnet man als Kiese. Mehle sind durch Mahlen entstandene Produkte mit Korndurchmesser 98 % werden als Industriesand bezeichnet.

Quellvermögen

Das Quellvermögen ist die Eigenschaft mancher fester Stoffe, durch Aufnahme von flüssigen Stoffen, Dämpfen oder Gasen die Grundbindung der Teilchen untereinander zu lockern und sich damit volumenmäßig zu vergrößern, ohne (wie bei einer Lösung) den inneren Zusammenhalt zu verlieren.

Raufasertapete

Strukturierte Papiertapeten, bei der die Struktur durch in die Papierschicht eingearbeitete Holzfasern gebildet wird, bezeichnet man als Raufasertapete. Raufaser ist eine Wandbekleidung zur nachträglichen Behandlung nach EB 234. Sie wird mit MC-Spezialkleister verklebt und nach der Trocknung mit wasch- bzw. scheuerbeständiger Dispersionsfarbe überstrichen.

Reinigung

Zur Reinigung gehören alle Verfahren, mit denen alle arteigenen und artfremden Verunreinigungen von einer Oberfläche vor dem Aufbringen einer Beschichtung entfernt werden. Eine sorgfältige Reinigung, die als erste Maßnahme der Oberflächenvorbehandlung durchgeführt wird, ist die Voraussetzung für die Haltbarkeit einer Beschichtung. Eine Reinigung besteht aus mehreren Stufen, die sich nach der zu reinigenden Oberfläche, nach den Verunreinigungen und nach den Anforderungen der Oberflächenreinheit richten. Die gesetzlichen Vorgaben betreffend der Verwendung von Reinigungsmitteln müssen dabei erfüllt werden.

Reißlack

»Reißlack«: Gesteuerte Rissbildung in Lackflächen. Reißlackierungen zählen zu den Effektlackierungen. Grundsätzlich werden dabei zwei verschiedene Materialien aufeinander gestrichen oder gespritzt, wobei die obere Schicht eine größere Trocknungsspannung hat als die untere. Auftragsdicke, Zeitabstand zwischen den Auftragsschichten und Erhärtungstemperatur sind wesentliche Faktoren für das Gelingen.
Grundsätzlich unterscheidet man folgende Systeme:

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