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Begriff Beschreibung
Hochdruckreinigen

Hochdruckreinigen nennt man das Säubern von Fassaden, Maschinen und Geräten mittels Flüssigkeitsstrahler unter hohem Druck. Der Hochdruckstrahl darf niemals auf Körperteile, andere Personen oder auf elektrische Anlagen und Installationen gerichtet werden. Personen, die das Gerät bedienen, müssen neben einem Helm weitere umfangreiche Schutzkleidung tragen.

Hörsamkeit

Hörsamkeit – diesen Begriff verwenden Akustiker, wenn es um die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes oder die Reinheit eines Klanges im Raum geht. Nach DIN 18041:2004 beschreibt die Hörsamkeit auch die Eignung eines Raumes für bestimmte Schalldarbietungen, wie zum Beispiel in einem Konzertsaal oder im Theater, wo ja die Akustik perfekt sein muss. Zu den physikalischen Eigenschaften zählt das Reflexions- bzw. Absorptionsverhalten des Bodens, der Wände, der Decke und der Ausstattung. Die Hörsamkeit ist abhängig von den Eigenschaften, wie z. B. der Abstrahlcharakteristik, der Schallquelle und von der Art des Schalls, seien es sprechende oder singende Menschen, Musikinstrumente etc.

Infrarot

Infrarot ist die Kurzbezeichnung für die Infrarotstrahlung. Diese ist eine elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen oberhalb etwa 780 nm – also an das rote Ende des sichtbaren Lichts anschließend – bis zu etwa 1 mm an das Mikrowellengebiet reichend. Strahlung solcher Wellenlängen ist für das menschliche Auge nicht sichtbar, sondern wird als »Wärme« empfunden und auch genutzt, beispielsweise zur Infrarottrocknung.

Infrarothärtung

»Infrarothärtung / Infrarottrocknung«: Verfahren zum Trocknen und Härten von Lackfilmen mithilfe von Infrarotstrahlen, auch Infrarotstrahlungshärtung oder IR-Härtung genannt. Die auftreffende Strahlung wird entsprechend dem Farbton, dem Bindemittel, der Filmschichtdicke sowie der Wellenlänge der Infrarotstrahlung reflektiert, absorbiert oder auch durchgelassen. Bei strahlungsundurchlässigen Untergründen, wie z. B. bei Holz und Metallen wird die Härtung durch den aufgeheizten Untergrund beschleunigt.

Innenbeschichtungsstoffe

Innenbeschichtungsstoffe unterliegen anderen Anforderungen als Auußenbeschichtungsstoffe.
Anforderungen im Wohnbereich: keine gesundheitsschädlichen Stoffe an der Oberfläche oder durch Abgabe aus dem Beschichtungsstoff auch in der Luft, Abriebbeständigkeit, besondere Oberflächenqualitäten, problemlose Renovierungsarbeiten.
Anforderungen in Nassräumen: Beständigkeit gegen Wasser und Wasserdampf.

Interkristalline Korrosion

»Interkristalline Korrosion«: Oft wird der Korrosionsverlauf durch das Gefüge des metallischen Werkstoffs beeinflusst. Darunter versteht man die mikroskopische Anordnung der Metallkristalle und ihrer Grenzen, der Korngrenzen. Diese Korngrenzen können besonders korrosionsanfällig sein. Die interkristalline Korrosion tritt an nicht magnetischen (austenitischen), rostfreien Chrom-Nickel-Stählen bei Chlorideinwirkung (z. B. hochkonzentrierte Magnesiumchloridlösung) bzw. mechanischer Spannung auf, z. B. während der Kaltbearbeitung von Metallen oder bei thermischer Belastung.

Jod

Die moderne Schreibweise von Jod lautet Iod (von griechisch: iodes = veilchenfarbig, nach der Farbe des Dampfs). Jod ist ein zu den Halogenen zählendes Element. Es ist in Wasser wenig, in Alkohol, Ether und Aceton gut (mit braunem Farbton) löslich. Eine Lösung von Jod in Jodkalium diente zum Nachweis von Stärkeleim in älteren Leimfarbenanstrichen, bzw. heute zum Nachweis von Stärkeethern in preiswerten Tapetenkleistern:

Jugendarbeitsschutzgesetz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) schützt Menschen unter 18 Jahren.
Das Mindestalter für eine Beschäftigung ist grundsätzlich 15 Jahre.
Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) unterscheidet Kinder (unter 15 Jahren) und Jugendliche (von15 bis 18 Jahren).

Jugendstil

»Jugendstil«: Der in Europa verbreitete Dekorationsstil, Blütezeit 1890 – 1914, dessen Bedeutung den Bruch zum Historismus, der Nachahmung historischer Baustile, darstellt. Wellenförmig fließende Formen, bewegte, lineare Muster von Ranken und Pflanzenstielen, auch Flammen, Wellen aller Art und das wallende Haar stilisierter weiblicher Figuren bilden formgebende Elemente für Architektur, Innenarchitektur, Malerei, Bildhauerei, Möbel, allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs, Leuchten etc., auch für Textilien und Bekleidung.

Kalkfarbe

Entsprechend der DIN 18363 besteht Kalfarbe aus Kalk nach DIN EN 459-1. Sie kann mit kalkbeständigen Pigmenten bis zu einem Massenanteil von 10 % geliefert werden. Nach DIN 55945 ist Kalkfarbe eine »wässrige Aufschlämmung von gelöschtem Kalk, der ggf. Pigmente und/oder geringe Mengen anderer Bindemittel zugefügt sind«. Es lassen sich nur kalk- und lichtbeständige Pigmente und Pigmentpasten verwenden; dagegen darf man Bleiweiß, Chromgelb, Berliner Laub, Zinkgelb und Zinkgrün nicht mit Kalkfarbe mischen, da hier Zersetzung stattfindet. Es treten Flecken, Verfärbungen und Ausblühungen auf.

Kantenflucht

Kantenflucht: Über einer Werkstückkante, z. B. an geschnittenem oder gestanztem Blech bzw. scharfen Holzkanten, bildet sich beim Lackieren im Vergleich zu ebenen Bereichen eine Schicht von nur geringer Dicke aus. Ursache hierfür ist die Oberflächenspannung des noch flüssigen Beschichtungsstoffs, die eine Abnahme der Schichtdicke bewirkt, hier also deren Abrundung über der Kante. Dabei wird flüssiges Lackmaterial zur Seite transportiert, so dass neben der Kante die Lackschicht sogar dicker ist. Diese Erscheinung ist deshalb nachteilig, weil die Kante als exponierte Stelle weniger gut durch die Lackschicht geschützt wird, das Korrosionsrisiko dort also erhöht ist bzw. Rissbildungen bei Holzanstrichen im Außenbereich auftreten.

Kennzahlen

Kennzahlen sind ein wichtiges Mittel zur Kostenkontrolle und Voraussetzung zum wirtschaftlichen Arbeiten. Sie geben bedeutsame Auskünfte über den eigenen Betrieb und über andere Unternehmen gleicher Art und Größe. Sie zeigen die Entwicklung des Unternehmens und seine gegenwärtige Stellung im Kreis von Mitbewerbern. In der Kosten- und Leistungsrechnung sind Kennzahlen wichtiges Hilfsmittel für unternehmerische Entscheidungen.

Leafing-Pigmente

»Leafing-Pigmente«: Aluminiumpigmente, die wegen hoher Grenzflächenspannung nicht vollständig vom Bindemittel benetzt werden und deshalb im Nassfilm aufschwimmen. Lackierungen mit Leafing-Pigmenten wirken deshalb metallischer als solche mit Non-Leafing-Pigmenten. Dieser Effekt wird mit Stearinsäure als Mahlhilfsmittel bei der Herstellung erzielt.

Leinölkitt

Leinölkitt, verwendet beispielsweise zur Instandsetzung von Kittfalzen älterer Fenster, ist ein Gemisch aus natürlicher Kreide, Leinöl und Leinölfirnis nach RAL 849 BZ. Ein Zusatz von Kalkstein ist zulässig, sofern der Kitt nicht unter 13 % Öl aufweist. 

Leinöl selbst ist ein aus den Samen des Flachses oder Leinkrauts, dem Leinsamen, gewonnenes goldgelbes Öl, dem keine anderen Öle oder sonstigen Stoffe zugesetzt sind.

Makulaturpapier

»Makulaturpapier«: Dünnes, holzhaltiges Papier, 60 g bis 120 g, voll geleimt, hell, das als Tapetenunterlagstoff eingesetzt wird. Die Makulatur schafft einen gleichmäßigen saugfähigen und hellen Untergrund, der bei allen durchscheinenden Tapeten erforderlich ist. Die Tapeziersicherheit wird erhöht, Trocknungsspannungen aufgefangen, Nahtöffnungen verhindert. Rollenmaß: 33,5 x 0,56 m. Die Bahnbreite weicht von der üblichen Tapetenbreite von 0,53 m ab, damit die Nähe nicht übereinanderliegen. Die Spezialsorte »spaltbare Makulatur« ist ein zweischichtiges Makulaturpapier, das sich beim Abziehen der darauf geklebten Tapete spaltet.

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