Lohntarifverhandlung ohne Erfolg

Die bereits in dritter Runde stattgefundene Lohntarifverhandlung im Maler- und Lackierhandwerk ist ohne Ergebnis beendet worden. Am 3. Juni verhandelte der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz mit der IG BAU um deren Forderung nach 6,9 Prozent mehr Lohn.

Lohntarifverhandlungen

Foto: Andreas Buck

Begründet wird das Anliegen der Gewerkschaft damit, dass neben den diesjährigen erfolgreichen Lohnabschlüssen im Bauhauptgewerbe auch das Baunebengewerbe berücksichtigt werden sollte. Doch die Beteiligten kamen während der Verhandlungen in Frankfurt auf keinen gemeinsamen Nenner. »Ich bin davon ausgegangen, dass wir uns in den Verhandlungen auf ein vernünftiges Ergebnis von unseren Mitarbeitern verständigen. Stattdessen wurden wir mit einer völlig überzogenen Forderung konfrontiert«, meint Verhandlungsführer und Vizepräsident des Bundesverbands Paul Laukötter enttäuscht. Man sehe bei der Gewerkschaft außerdem keine Bereitschaft, sich auf einen der aktuellen Situation mit 0 Prozent Inflation angemessenen Wert zuzubewegen.

Schlichtungsverfahren eingeleitet

Die Verhandlungen wurden folglich für gescheitert erklärt. Was nun bevorsteht, ist ein Schlichtungsverfahren, mit dem – so hoffen die Beteiligten – zeitnah ein Ergebnis gefunden würde, welches die Betriebe allerdings nicht überfordern dürfe. Dazu Laukötter: »Wir befinden uns nach wie vor in einem schwierigen Wettbewerb mit Betrieben, die sich außerhalb jedweder Tarifbedingungen am Markt bewegen. Was nutzen vor diesem Hintergrund schöne Zahlen, wenn sie dazu führen, dass immer weniger Betriebe den Tarif anwenden können.«

Am 16. Juni findet der erste Schlichtungstermin in Wiesbaden statt. Wenn im Anschluss innerhalb von zehn Tagen kein Ergebnis zustande kommt, endet die Friedenspflicht bzw. es folgt ein tarifloser Zustand.