Gütesiegel »Faires Handwerk« ab 2020

Die Maler- und Lackierer-Innung Düsseldorf startet eine neue Initiative: das Gütesiegel »Faires Handwerk« soll 2020 eingeführt werden. Die Aktion »TOP-AusbildungsBetrieb« wurde mit einem 2.500 Euro Förderpreis ausgezeichnet.

Mehr Transparenz und Sicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer will die Maler- und Lackierer-Innung Düsseldorf mit der geplanten Einführung eines neuen Gütesiegels erzielen. Wie Innungsobermeister Jörg Schmitz anlässlich der Herbstversammlung im Maxhaus erklärte, werde man zum 1. Januar 2020 die Initiative »Faires Handwerk« starten. Schmitz wies darauf hin, dass die Maler- und Lackierer-Innung Frankfurt bereits seit einem Jahr auf diese Weise erfolgreich gegen Lohn- und Preisdumping bzw. für mehr Rechtssicherheit und Qualität der Handwerksleistungen eintrete. So verhindere das Gütesiegel beispielsweise die Ausbeutung von Billiglohnkräften, garantiere legale  Arbeitsplätze und ermögliche einen fairen Wettbewerb. Der Innungsobermeister machte deutlich, dass man zur öffentlich wirksamen Einführung des Gütesiegels bereits entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt »Und wir hoffen natürlich«, betonte Schmitz, »dass möglichst viele unserer insgesamt 184 Innungsbetriebe auf das Gütesiegel »Faires Handwerk« setzen werden.«

Scheck MEG
MEG-Vorstand Mirco Rode gratuliert Innungsobermeister Jörg Schmitz (re.) zum Gewinn des Förderpreises. (Foto: HPS)

Dass die Maler- und Lackierer-Innung Düsseldorf mit ihren innovativen Aktivitäten ein glückliches Händchen hat, bestätige im Verlauf der Versammlung auch Mirco Rode. Der Vorstand der Maler Einkauf Gruppe (MEG) aus Wiesbaden gratulierte der Innung zu der im Jahre 2017 gestarteten Aktion »TOP AusbildungsBetrieb«, einer Initiative für besonders ausbildungsfreundliche Innungsbetriebe. Diese Aktion habe bundesweit für große Aufmerksamkeit und Interesse gesorgt, sagte Rode, und die MEG veranlasst, die Aktion mit einem Förderpreis zu unterstützen. Unter dem Beifall der zahlreichen Innungsmitglieder überreichte Rode dem Innungsobermeister einen Scheck über 2.500 Euro.