Fuhrpark reloaded

Die Marke StreetScooter wurde 2010 gegründet mit dem Fokus, Fahrzeuglösungen für die Deutsche Post zu entwickeln. Uwe Rupp ist einer der ersten Malermeister, die ein solches Fahrzeug einsetzen.

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Malermeister Uwe Rupp ist einer der Ersten, die ein Fahrzeug der Marke StreetScooter einsetzen.

Das Thema Ökologie ist in der Firmenphilosophie von Malerfachbetrieb Rupp GmbH in Karlsbad bei Karlsruhe fest verankert. »Wir haben 20 Jahre Erfahrung mit ›Gesundem Wohnen‹«, informiert Malermeister Uwe Rupp auf seiner Homepage. Nach »Selbstversuchen« und daraus entstandenen positiven Wirkungen, begann er seine Erfahrungen in die Beratungsgespräche mit seinen Kunden einzubringen. Voller Begeisterung führte er die ersten Aufträge bei Privatkunden und für Denkmalämter aus. Diese Liebe zu Werkstoffen mit ökologischer Ausrichtung prägt bis heute das Unternehmen und er vermittelt diese Werte auch seinen Kunden. Er sagt auch »Wir sind ständig auf Inspirationssuche in allem, was uns umgibt.« Deshalb interessierte er sich früh für Möglichkeiten, seinen Betrieb mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auszurüsten.

Er hofft, dass sich die Elektromobilität durchsetzt, um der Dieseldiskussion ein Ende zu setzen. Wichtig ist ihm dabei der Einsatz von Ökostrom. Deshalb nutzte er vor wenigen Monaten eine der allerersten Möglichkeiten, das Modell WORK in der Ausführung »Box« vom jungen Fahrzeughersteller StreetScooter zu beziehen. Das Unternehmen wurde 2010 im Umfeld der RWTH Aachen mit dem Ziel gegründet, Elektromobilität bereits ab kleinen Stückzahlen wirtschaftlich attraktiv zu gestalten – und somit Ökonomie und Ökologie miteinander zu verknüpfen. Das erste Modell wurde nach 18 Monaten Entwicklungszeit präsentiert. In den ersten Jahren wurde ausschließlich die Deutsche Post beliefert. Seit 2014 gehört StreetScooter zur Deutsche Post DHL Group. Aktuell sind mehrere leichte Nutzfahrzeugmodelle verfügbar und das Unternehmen beliefert jetzt auch andere Gewerke wie das Handwerk. Das Modell WORK Box gibt es mit den Batteriekapazitäten 20 kWh und 40 kWh. Uwe Rupp hat die kleine Batterie in seinem Fahrzeug.

Die ersten Erfahrungen

Nach sechs Wochen Einsatzzeit schildert Uwe Rupp uns seine ersten Erfahrungen: »Die Eindrücke sind durchweg positiv. Das Fahren ist spannend und neu, es ist ein Dahingleiten und macht Spaß. Das Fahrzeug habe ich angeschafft, um Service- sowie Malerarbeiten bei unseren im Umkreis von maximal 40 Kilometern wohnenden Privatkunden auszuführen. Intensiv befasste ich mich mit dem Thema, als mich die Post zu einer Probefahrt eingeladen hat.« Der Anbieter sprach die Empfehlung aus, das Elektromobil zu leasen und nicht zu kaufen, da aufgrund der rasanten Entwicklung in diesem Segment nicht vorherzusehen sei, wie sich die Technologie entwickelt und wie sich der Wert des Fahrzeugs in drei Jahren darstellt. Uwe Rupp achtet inzwischen sehr genau darauf, wie lange die Wegstrecken hin zum Kunden sowie die Rückfahrten sind.

Seine erster Praxistag mit Elektrofahrzeug: »Am ersten Tag bin ich mit 38 % Speicher noch schnell mal zu einem Termin und hatte Glück wieder ins Büro zu gelangen. Der Stromanzeiger hatte noch 2% Reststrom. Da kam ich doch ganz schön ins schwitzen.«

Die ersten Wochen fuhr Uwe Rupp das Fahrzeug selbst. Danach gab es für die Mitarbeiter eine Einweisung mit Probefahrt. Heute wechselt es nach Bedarf, aber am liebsten fährt er es selbst. Der Laderaum erweist sich als praktisch und bequem zu beladen, hier komme die Erfahrung der Paketzusteller zugute. Ein Systemregal unterstützt den sicheren Materialtransport. Einen Dachträger für Leitern und ein Anhängerkupplung gibt es noch nicht. Dafür plant der Malermeister seine anderen Fahrzeuge ein. Sein erstes Fazit: »Für das Erscheinungsbild der Firma in der Wahrnehmung ist es ein enormer Imagegewinn.«