Forderung nach Förderung

Organisationen und Verbände fordern den Bundestag in einem offenen Brief auf, die steuerliche Förderung von energetischen Gebäudesanierungen endlich umzusetzen.

Seit 2011 diskutiert man über steuerliche Fördermöglichkeiten bei der energetischen Gebäudesanierung. Deren Umsetzung wurde bereits öfter in Aussicht gestellt, doch bisher nie wirklich berücksichtigt. So habe Finanzminister Olaf Scholz die Möglichkeit auf Förderung auch in den Entwürfen für den Bundeshaushalt 2020 nicht erwähnt. Nun haben sich 37 Organisationen und Verbände zusammengeschlossen, sie wollen die Steuerförderung mit Nachdruck bei der Politik ins Gespräch bringen. In einem Brief an den Bundestag verlangen sie, das Vorhaben im Rahmen des Bundeshaushalts 2020 umzusetzen.

Baustelle - Gelbes Reihenhaus
Die Modernisierungsrate ist auf 1% gesunken. Daran soll die Ungewissheit über Modernisierungen schuld sein.

Auch der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat den Brief unterschrieben und äußert sich in einer Pressemitteilung: im Koalitionsvertrag habe man noch davon geredet, die energetische Gebäudesanierung steuerlich zu fördern, nun sei davon keine Rede mehr. »Daran mag sich Finanzminister Scholz nun nicht mehr erinnern« sagt der VDPM –»Verlässlichkeit sieht anders aus«. Der Verband macht das »Hin und Her« der zuständigen Stellen für die sinkenden Modernisierungsraten verantwortlich. Die nun ausbleibenden Modernisierungen sei später nicht mehr nachholen, hierfür fehlen die Kapazitäten. Eine vertane Möglichkeit – würden die energetischen Sanierungen bereits bezuschusst werden, wäre laut dem Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) bis 2050 eine jährliche Einsparung von ca 100 Mio Tonnen CO2 möglich. »Das absehbare Verfehlen der Energie- und Klimaziele für 2020 ist nicht verwunderlich, wenn angekündigte Vorhaben nicht umgesetzt werden«, heißt es in dem Brief. »Eine Maßnahme, über die so breiter Konsens besteht wie die Steuerförderung für Gebäudesanierungen, duldet keinen weiteren Aufschub.«

Den Brief an den Bundestag können Sie hier herunterladen:

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Titelbild: DanBu.Berlin