Film ab

Film ab für und über das eigene Unternehmen: Videos werden von den Usern im Netz geliebt. Doch welches Format ist für welchen Zweck das richtige? Marketingexperte Matthias Eigel verrät unsere besten Tipps!

Täuschend echt, fesselnd, extrem einfach zu konsumieren: Filmisch Erzähltes berührte die Menschen damals und tut es heute noch. Nur dass man heute keinen Kinosaal, keine vielköpfige Filmcrew, kein unbezahlbares Filmmaterial und Equipment mehr haben muss. Fast jeder kann den Bildern das Laufen lernen und pa- ckende Geschichten erzählen. Das Publikum ist immer da. Denn der große Kinosaal ist heute das Netz. Das Medium Film eignet sich wegen seiner Unmittelbarkeit und leichten Konsumier- barkeit extrem gut für betriebliche Botschaften. Speziell für Handwerksbetriebe sind bestimmte Bewegtbildformen ‒ der Fachmann sagt: For- mate ‒ interessant, um sichtbar zu werden, neue Kunden anzusprechen und vorhandene zu binden.

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Imagefilme sind eine lukrative Möglichkeit Online-Marketing zu betreiben – aber professionell gemacht müssen sie sein.

Tipp 1: Ton und Botschaft machen das Filmformat

Im Fernsehen gibt es sachliche Formate wie Nachrichtensendungen, Reportagen und Doku- mentarfilme. Emotionale Ansprache bietet das Erzählkino von Spielfilmen oder Serien. Je nach Botschaft und Zielsetzung wählen auch Betriebe eher sachlichere oder eher emotionale Formate. Entscheidend ist, welche Botschaft Sie vermitteln wollen, was Ihren Betrieb in seinem Kern besser repräsentiert und die Ziele des Unternehmens besser bedient.

Tipp 2: Imagefilm inspiriert

Das emotionalste Format unter den Unternehmensvideos ist garantiert der Imagefilm. Hier zeigen Chef und Team, was sie über die eigentliche Arbeit hinaus auszeichnet, welche Werte sie leben und weshalb man sie unbedingt als Handwerker im Haus haben will. Und das alles filmgestalterisch subtil: Schöne Bilder müssen hier die Zuschauer ebenso mitnehmen wie eine gut erzählte Geschichte.

Imagefilme brauchen daher ein professionelles Drehbuch und ein Kamera- und Schnitt-Team, das sein Handwerk gelernt hat. Sinnvoll ist ein Imagefilm für Betriebe, die über ein klares Profil verfügen und sich in zwei bis drei Minuten – länger sollte der Imagefilm nicht sein – ihren Wunschkunden damit eindrücklich präsentieren wollen. Eingesetzt werden kann ein Imagefilm auf der eigenen Webseite, im YouTube-Kanal, auf weiteren sozialen Medien und natürlich auch in Realvorführungen auf Messen oder Veranstaltungen.

Tipp 3: Videoblog lässt teilhaben

Videoblogs erzählen kleine Geschichten aus dem Arbeitsalltag. Der Look allerdings hat keine Spielfilmästhetik, sondern ist bewusst dokumentarisch gehalten. Hier genügt eine gute Smartphone-Kamera und ein Chef, der etwas zu erzählen hat. Kurze filmische Mitbringsel von der Baustelle, Einblicke ins Betriebsleben oder eine besondere Problemlösung können im Videoblog festgehalten, auf der Webseite und in den sozialen Medien gepostet werden. So bekommt der Betrieb Kontur und wird greifbar für Interessenten und Follower. Unnötig zu sagen: Gezeigt werden sollte weder Peinliches noch Slapstick, Herabwürdigendes oder nur bedingt Witziges – dagegen natürlich genau solche Geschichten, die die Stärken des Betriebs untermauern.

So hat es der Betrieb »Holzbau Schmäh« gemacht

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