Farbe liegt in der Luft

Der Einstieg in die Spritztechnik ist inzwischen einfacher als man denkt: 2012 war die Kombination von wasserbasiertem Lack und einem praktischen Niederdruck-Spritzsystem noch revolutionär. Bis heute ist das Konzept aus Hydro-PU-XSpray-Lacken und XVLP-Gerätetechnologie einzigartig. Den Erfolg beweist das fünfjährige Jubiläum, das das System in diesem Jahr feiert.

Das System erleichtert seit nunmehr 5 Jahren den Einstieg in die Spritzverarbeitung und bietet auch bei kleinen und mittelgroßen Projekten bis 50m² eine Möglichkeit der Beschichtung. Die Lacke sind in Rezeptur und Gewindeverarbeitung perfekt auf das Spritzsystem abgestimmt. So können ein perfekter Verlauf, hohes Standvermögen, geringe Spritznebelbildung, gutes Deckvermögen und schnelle Trocknung erzielt werden. Die Lacke sind wasserbasiert, geruchsarm und für Innenräume konzipiert. Zur Feier hat Brillux jetzt ein Jubiläumspaket geschnürt. Außerdem wurden die beliebten XVLP-Kompasse als praktische Baustellenhelfer neu aufgelegt.

Der Spritzsystem-Test am Live-Objekt

Schon 2014 berichteten wir in der Dezemberausgabe der Mappe über die neuartige Spritztechnik. Damals sollte ein Praxistest zeigen, wie praktisch das System tatsächlich in der Anwendung ist. Dazu baten wir einige Malerkollegen uns zu helfen. Im ostwestfälischen Detmold sollte zu der Zeit ein Treppenhaus durch den ortsansässigen Malerbetrieb GEFA GmbH renoviert werden. Es handelte sich um eine komplette Instandsetzung über zwei Etagen, angefangen von der Tapetenentfernung bis zur Neubeschichtung des Holzwerks. Insgesamt bildeten die profilierten Türen, verwinkelten Treppenuntersichten und seitlichen Verkleidungen eine Lackierfläche von rund 50m².

Um die Zargen und Verkleidungen herum wurden alle angrenzenden Flächen mit einer High-Density (HD)-Polyethylenfolie abgedeckt. Die elektrostatische Aufladung der Folie wirkt wie ein Magnet auf Farbnebel. Bei wasserverdünnbaren Lacken ist der Spritznebel beim Aufprall auf die Folie fast trocken, sodass nahezu keine Verschmutzungen auftreten. Zunächst wurden alle Flächen mit einem Exzenterschleifer und Schleifpapier der Körnung P180/P240 angeschliffen. Abplatzungen und Beschädigungen waren vorher mit einem Kunstharz-Lackspachtel ausgeglichen worden. Bei der Beschichtung entschied sich der Malerbetrieb für das Brillux Hydro-PU-XSprax mit dem Filler 2220 und Seidenmattlack 2288.

Nach der Einführung in die Technik, kam die Praxis. Die Mitarbeiter beschichteten eine komplette Tür, eine Treppenuntersicht und eine seitliche Holzverkleidung im Eingangsbereich, mit nur wenigen Unterbrechungen, um ein neues Gebinde anzusetzen. Die tatsächliche Zeitersparnis? Die Mitarbeiter schätzten, dass sie ca. 4-5 Mal schneller waren im Vergleich zum üblichen Streichen und Rollen, vor allem bei den unzugänglichen und verwinkelten Treppenuntersichten. Nach ca. 60-minütiger Trocknungszeit konnte das Ergebnis begutachtet werden. Wahrzunehmen war ein feines, seidenmattes Finish. Trotz Baustellenbedingungen konnten Lackierergebnisse wie beim Hochdruckspritzen erzielt werden. Die Narbigkeit und Orangenschalen-Optil des herkömmlichen Niederdruckspritzens gehörten damit der Vergangenheit an. Der Malerbetrieb GEFA hatte zu diesem Zeitpunkt bereits drei solcher Geräte im Einsatz: die Beschichtung eines Garagentors konnte damit in 10 Minuten fertiggestellt werden, wo manuell bisher 1,5 Stunden nötig waren. Streitigkeiten unter den Mitarbeitern wurden im Vorfeld durch persönliche Sprühaufsätze, für deren Reinigung jeder individuell zuständig war, aus dem Weg geräumt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.brillux.de/hydro-pu-xspray.

Fotos: Brillux