Facebook erfolgreich für den Malerbetrieb nutzen

Kein Marketingplan ohne Facebook, erzählen einem unzählige Experten, Trendforscher oder Wirtschaftsbosse. Und es kostet ja auch nur wenige Minuten und überhaupt kein Geld, auf Facebook eine eigene Unternehmensseite zu erstellen – dafür einiges an Nerven, wenn man loslegen will und dann unschlüssig vor der frisch veröffentlichten Seite sitzt. Damit Ihnen das nicht passiert, verraten Ihnen unsere Tipps …

… was einen guten Post ausmacht und …

… wie Sie mit Ihren Beiträgen Aufmerksamkeit erregen.

Strategie für Facebook

Facebook ist aktuell so etwas wie die Homepage in den Jahren 1995 – 2000. Viele wollen es haben, aber kaum jemand fragt nach einer dahinter liegenden Strategie. Aber genauso, wie ein Unternehmen nicht blindlings in einen neuen Markt rennen sollte, sollte es auch nicht einfach mal so einen Abstecher nach Facebook machen, ohne sich die Frage nach dem Warum zu stellen.

Facebook ist in erster Linie ein privates Netzwerk. Menschen nutzen es, um mit Freunden in Kontakt zu treten, lustige und unterhaltsame Inhalte zu teilen – oder auch interessante Neuigkeiten, die sie direkt betreffen. Wer zu viel Müll postet, der nervt – sowohl als Freund, der zum hundertsten Mal sein Mittagessen fotografiert, als auch als Unternehmen, das sich mal wieder absolut nichtssagend in den höchsten Tönen lobt. Nutzt man Facebook also rein als zusätzliche Projektionsfläche für Werbung oder als verlängerter Arm der eigenen Webseite, wird man der Plattform nicht gerecht. Um hingegen Kunden nachhaltig an ihr Unternehmen zu binden und ein positives Bild von sich zu präsentieren, um zu unterhalten, zu reagieren, Einblicke in ihr Unternehmen zu zeigen und aktuellere Inhalte als auf Ihrer Webseite vorzustellen, dafür ist es ideal.

Und damit sind wir schon direkt bei der Frage: Was posten?

Interessant, nützlich und unterhaltsam

Aktuelle Neuigkeiten zu ihrer Firma oder zu ihren Themen, Veranstaltungen, kontroverse Themen oder menschelnde Geschichten finden Nutzer am spannendsten. Menschelnde Geschichten bedeutet: man gewährt einen Blick ins Innere des Betriebs: die Mitarbeiter am Arbeitsplatz, der Betriebshund, kaputte oder neue Geräte usw. vermitteln das Gefühl, den Betrieb besser und persönlicher zu kennen und Teil am Leben der Mitarbeiter zu haben. Aber: solche Themen müssen wohl dosiert sein – die Ausnahme, nicht die Regel. Sonst läuft man schnell Gefahr, die Leute durch nichtssagende Posts zu nerven.

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Ein Blick ins Innere des Betriebs erzeugt, wenn wohl dosiert, viel Aufmerksamkeit

Ideal ist eine Mischung aus Unterhaltung, Informationen über und aus dem Betrieb und sonstigen Neuigkeiten aus dem Bereich Raumausstattung, Wohnen, Einrichten etc.

Abseits von diesen allgemeingültigen Sätzen müssen Sie sich immer fragen: Wer sind meine Kunden eigentlich? Geschäftskunden werden wahrscheinlich andere Dinge interessieren als den Öko-Privathaushalt.

Und wenn Ihnen nichts einfällt?

3 Tipps:

– Richten Sie Rubriken oder längerfristige Serien ein. Damit erledigt sich die verzweifelte Suche danach, was man eigentlich posten soll, zumindest an bestimmten Tagen bzw. Wochen. Zum Beispiel: Das lustigste Baustellenerlebnis des Monats; der Heimwerker-Tipp der Woche etc.

– Publizieren Sie nicht nur eigene Inhalte, sondern teilen Sie andere Facebook-Posts. Allerdings müssen Sie beim Copyright aufpassen: Verkaufen Sie nicht die Inhalte einer fremden Webseite als Ihre eigenen und posten Sie Links am besten mit einem eigenen Bild.

– Überlegen Sie: Was würde Sie selbst interessieren?

Interaktionen

Ist der Inhalt gut, ist es wahrscheinlicher, dass Nutzer den Inhalt liken, kommentieren oder teilen. Nur dann erscheint dieser Inhalt auch einem weiteren Personenkreis – z. B. Freunden Ihrer Kunden. Sonst stuft Facebook den Beitrag schlichtweg als „unwichtig“ ein und er verschwindet schnell in der Versenkung.

Die Beteiligung der Nutzer können Sie bis zu einem gewissen Grad auch aktiv steuern, indem Sie am Ende Ihres Posts eine Frage stellen. Etwa: Gefällt euch das? Oder: wär das was für euer Wohnzimmer? (Übrigens: Da Facebook ein privates Netzwerk ist, sind die Nutzer dort das Duzen gewöhnt)

Bilder und Videos

Posts mit Videos und Fotos erregen mehr Aufmerksamkeit. Setzen Sie dabei viele Bilder ein, z. B. (gute) Fotos aus Referenzobjekten. An Bildern bleiben Blicke länger kleben und sie zeigen damit Ihr Können und Ihr Leistungsspelktrum. Gleichzeitig machen Sie Appetit auf neue, schöne Räume und Fassaden.

Erwähnte/Abgebildete Personen verlinken

Wenn Sie eine Person verlinken, erhält diese eine Benachrichtigung darüber. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Beitrag teilt oder er ihr gefällt, ist dann deutlich höher. Die Verlinkung geschieht durch @ + Name.

Kurz und knackig

Heutzutage gehen die meisten User mit dem Smarthone online, nur mal kurz, zwischendrin, während sie auf den Bus warten oder in der Schlange an der Kasse. Da hat man keine Zeit und Nerven, um einen Text durchzulesen, der als dicker Block vor einem erscheint. Drei, maximal vier Zeilen für einen Facebook-Post ist ideal. Zumal die Beiträge auf Handybildschirmen länger laufen.

Der richtige Zeitpunkt

Die wenigsten Nutzer gehen direkt auf die eigene Facebook-Page, um zu sehen, was denn Betrieb x Neues gepostet hat. Ihren Beitrag sehen sie stattdessen im Newsstream ihrer Startseite, wo er mit anderen Beiträgen konkurriert.  Je aktueller der eigene Beitrag nach dem Login des Kunden ist, desto weiter oben erscheint er – und desto wahrscheinlicher wird er nicht ignoriert. Deshalb ist es wichtig, den Zeitpunkt herausfinden, zu dem die eigenen Fans besonders oft online sind. Das geht relativ einfach: Über den Reiter Statistiken unter der Rubrik Beiträge.

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Bilder: SheSign/pixelio.de, Malerwerkstätte Schlüter, Mappe