Die Grippe schlägt zu

Ein Husten im Bus, ein Schnäuzen im Büro und schon liegt man mit Fieber im Bett. In diesem Jahr ist die Grippe, auch Influenza, in Deutschland besonders weit verbreitet. Bei Betrieben mit wenig Mitarbeitern kann die Grippewelle schnell den Betriebsalltag lahm legen.

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Die Grippewelle legt den ein oder anderen Betrieb lahm. Sind Sie auch betroffen?

Die Influenza hält Land und Menschen fest in ihrem Griff: Seit dem Beginn der Grippewelle im Oktober 2017 wurden in Deutschland insgesamt 13.290 Fälle registriert. In dieser Saison ist besonders der Osten Deutschlands vergleichsweise stark betroffen. Zu den typischen Symptomen zählen: hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost sowie Appetitlosigkeit und starke Müdigkeit. Infektiologe Peter Walger vom Berufsverband Deutscher Internisten erklärt im Interview mit der Welt: »Normalerweise fühlt man sich am Morgen noch gesund und hat abends plötzlich 39 oder 40 Grad Fieber«. Der Grund für die enorme und anhaltende Verbreitung ist die sogenannte »Tröpfcheninfektion«. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gibt der Infizierte kleine Tropfen in die Luft, die mit dem Virus infiziert sind, diese atmen Nahestehende schließlich ein. Auch auf Türgriffen oder Treppengeländern tummeln sich im Winter meist die ansteckenden Viren und können dann über die Schleimhäute an Augen, Mund oder Nase in den Körper gelangen. Ausgiebiges und häufiges Händewaschen ist im Winter daher immer empfehlenswert.

Die besten Mittel gegen die Grippe

Wenn der Schmerz nicht mehr aushaltbar ist, können Sie ruhigen Gewissens zu Ibuprofen & Co. greifen. Vermeiden Sie aber wenn möglich Kombipräparate, bei denen wichtige und unwichtige Einzelwirkstoffe eine richtige Dosierung unmöglich machen. Von Antibiotika hält Walger nicht viel: »Antibiotika machen weder bei Erkältungen noch bei Grippe einen Sinn, sie wirken gegen Viren nicht.« Im Fall einer richtige Grippe müssen Erwachsene häufig Wochen bis Monate das Bett hüten. Walger rät möglichst viel zu trinken: »Bei Fieber kann der Körper schnell zusätzlich zwei Liter Flüssigkeit verlieren«, warnt der Experte. Wer sich körperlich zu früh überanstrengt oder sich nicht genügend Erholung gönnt, kann die mitunter lebensbedrohliche Grippe sogar noch zu einer Lungenentzündung oder schlimmerem ausdehnen.

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In diesem Jahr fordert die Grippe besonders viele Kranke. Foto: Statisa, lizensiert unter CC BY-ND 3.0*

Die vollständige Grafik und weiterführende Informationen erhalten Sie hier zur aktuellen Grippe-Saison: https://de.statista.com/infografik/13040/woechentliche-influenzafaelle-in-deutschland/

 

Grippe oder Erkältung?

Eine Grippe ist deutlich schwerwiegender als eine Erkältung. Erkältungen sind zwar biochemisch gesehen auch eine Virusinfektion, aber in der Regel hat man diese mehrmals im Jahr und jeweils nur für einige Tage. Dabei läuft die Nase, der Hals kratzt und Kopf und Glieder schmerzen. Die Symptome beginnen langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. Walger erklärt: »Eine Erkältung beeinträchtigt zwar die Befindlichkeit, aber man ist nicht schwer krank«. Die meisten Betroffenen haben kein Fieber und müssen auch nicht zum Arzt.

Auch wenn, laut Robert-Koch-Institut, die Influenza-Aktivität im März 2018 ein wenig zurückgegangen ist, sind die Fälle weiterhin zahlreich. Was hilft ist schonen, schonen, schonen: Viel Schlaf und Tee und in schlimmen Fällen natürlich der Besuch beim Arzt sollten Abhilfe schaffen.

Meine Mitarbeiter sind krank, was nun?

Sollte Ihr Betrieb schlimme Grippefälle verzeichnen, geben Sie Ihren Mitarbeitern genug Zeit diese zu überstehen. Ein zu früher Einstieg in den körperlich fordernden Berufsalltag kann mitunter darin resultieren, dass Ihre Mitarbeiter schließlich länger im Bett verweilen müssen, als eigentlich notwendig. Setzen Sie stattdessen auf geballte Teamkraft und kommunizieren Sie Ihren Kunden, warum es im Notfall zu Verzögerungen kommen kann. 

Ist Ihr Betrieb auch von der Grippewelle betroffen? Erzählen Sie uns davon unter unserem Beitrag auf der Mappe Facebookseite.

 

*Statista lizenziert unter CC BY-ND 3.0