Den Führerschein bitte!

Die meisten Mitarbeiter müssen regelmäßig oder zumindest hin und wieder das Firmenfahrzeug nutzen – ein gültiger Führerschein ist dafür unverzichtbar.  Doch im Falle eines Unfalls, in den ein Mitarbeiter ohne gültigen Führerschein verwickelt ist, ist nicht nur der Arbeitnehmer angreifbar. Auch der Chef kann belangt werden.

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Chefs sollten sich in regelmäßigen Abständen die Führerscheine ihrer Mitarbeiter vorlegen lassen.

Arbeitgeber mit Fuhrpark sollten sich nicht stillschweigend darauf verlassen, dass sich alle Mitarbeiter gesetzeskonform verhalten und über eine gültige Fahrerlaubnis verfügen. Eine einfache Lösung ist daher, die Führerscheine der Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen, beispielsweise einmal jährlich, zu kontrollieren. Bei fehlender Fahrerlaubnis des Fahrers nach § 21 I Nr. 2 StVG macht sich der Arbeitgeber als Halter des Wagens mitstrafbar. Zudem darf die Haftpflichtversicherung die Leistung bei einem Unfall verweigern, so dass der Arbeitgeber damit rechnen muss, selbst für den Schaden aufkommen zu müssen. Aus diesem Grund empfiehlt auch das Institut für Unternehmensführung eine sorgfältige Führerscheinüberprüfung durchzuführen, vor allem bei verdächtigen Hinweisen durch Kollegen oder Anhörungsbogen der Polizei. Lassen Sie sich dazu den Original-Führerschein Ihrer Arbeitnehmer vorlegen und machen Sie sich eine Kopie mit Datum oder einen Vermerk in einer Sammelmappe. Außerdem sollten die Mitarbeiter ausdrücklich darüber informiert sein, sich im Falle eines Führerscheinverlusts umgehend beim Chef zu melden.