Tapetenwechsel: Dekoration für die Wand

 

Tapeten haben eine lange Historie – schon im 14. Jahrhundert wurden die ersten bedruckten Wandpapiere für bürgerliche Haushalte in englischen und französischen Manufakturen hergestellt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die verschiedensten Drucktechniken und auch die Vielfalt der Materialien nahm rasch zu. So wurden zusätzlich Holzpaneele bespannt und Stoffbahnen handbemalt. Panoramatapeten, die imposante Kriegsschauplätze, Stadtansichten und Landschaften zeigten, stellten den Höhepunkt dieser Entwicklungen dar. Mit der Erfindung des Rundschöpfsiebes um 1830 erfolgte dann der erste Schritt in Richtung der industriellen Fertigung von Tapeten. Auch heute noch greifen Innenarchitekten und stilbewusste Hobbyeinrichter zur vielseitigen Wanddekoration.

Die Galerie Handwerk in München hat dazu nun eine Ausstellung kuratiert, die den Wandel der Tapete und ihrer Herstellung zeigt. Interessierte Besucher können rekonstruierte Tapeten aus dem 17. und 18. Jahrhundert begutachten, ebenso wie historische Handwerksutensilien und modernere Musterbahnen. Ein Großteil der ausgestellten Tapeten ist mit Handrucktechniken gefertigt und nur in limitierter Auflage erhältlich.

Die Ausstellung kann vom 26. April bis 3. Juni 2017 in München besucht werden. Weitere Informationen zur Galerie und den Öffnungszeiten finden Sie auf www.hwk-muenchen.de/galerie.

Adresse:
Max-Joseph-Straße 4
Eingang Ottostraße
80333 München

Fotos: Mappe