Ausbau Bachelor – die neue Karrierechance

„Wir brauchen so ein attraktives Angebot für junge Menschen mit Abitur oder Fachhochschulreife, um sie vom Handwerk zu begeistern“, erklärt Rainer König, Vorsitzender des Bundesverbands Ausbau und Fassade. Von einem „neuen Weg“ der Stuckateure ist die Rede, davon, jetzt endlich „ganz gezielt Studienabbrecher“ ansprechen zu können. Der Grund für diese Aufregung: im Herbst 2015 startet ein neues Ausbildungsmodell, der „Ausbau Bachelor (cra)“, wobei cra für craftsman=Handwerker steht.

Was ist der Ausbau Bachelor (cra)?

Der Bachelor of Craftsman vereint die handwerkliche Praxis mit einem qualifizierten Unternehmensmanagement. In sieben Semestern (sechs Semester Ausbildung mit anschließendem Ausbau-Praxiscamp und Abschluss-Prüfung) kombinieren die Teilnehmer ihre Stuckateursausbildung bei einem Fachbetrieb mit Managementthemen im Blockstudium. Schwerpunktthemen  sind: Strategie und Unternehmensführung, Marketing und Vertrieb, Arbeitsorganisation, Personalführung und Didaktik, Angebots- und Vertragsgestaltung, Planung und Arbeitsvorbereitung, Schnittstellenkoordination, Projektmanagement sowie Bauabnahme. Die Teilnehmer werden also intensiv darauf vorbereitet, einmal Führungsaufgaben in einem Handwerksbetrieb zu übernehmen.

Gerade für Berufsstarter, denen ein reines Studium zu theoretisch aufgebaut ist, die von Anfang an Geld verdienen und am Ende des Tages sehen möchten, was sie erreicht haben, ist die kombinierte Ausbildung besonders geeignet. Sie können in einer Ausbildung bei einem qualifizierten Ausbildungsbetrieb des Stuckateur-Handwerks bundesweit die Abschlüsse Stuckateurgeselle/in, Stuckateurmeister/in, Bachelor of Craftsman sowie „Ausbaumanager/in“ erwerben.

Außer im Fachbetrieb wird die Ausbildung per Blockstudium an der Berufsschule, den überbetrieblichen Lehrwerkstätten sowie dem Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade – alle im Raum Stuttgart – durchgeführt.

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Voraussetzungen

Interessenten am Ausbau Bachelor müssen Abitur, Fachhochschulreife oder einen vergleichbaren Schulabschluss nachweisen.

Finanziell attraktiv ist das Modell, weil es – anders als bei einem Studium – bereits ab dem ersten Monat die tarifliche Ausbildungsvergütung gibt. Die Studiengebühr beträgt 250 EUR je Semester zuzüglich Prüfungsgebühren. Die Kosten liegen damit weit unter den Gebühren für die klassische Meisterausbildung Teil 1 bis 4 – diese betragen in der Regel mehrere Tausend Euro. Je nach persönlichen Voraussetzungen ist auch eine Unterstützung über das BAföG möglich.

 

Wie bewerben?

Interessenten können sich direkt an das Kompetenzzentrum wenden. (Tel. 07152/905071). Weitere Informationen unter www.ausbau-bachelor.de oder www.stuck-komzet.de

 

Wer sind die Partner?

– Bundesverband Ausbau und Fassade als Vertreter des Deutschen Stuckateurhandwerks unter Federführung des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade, Rutesheim
– die Beruflichen Schulen Leonberg sowie verschiedene Hochschulen in Deutschland
– die Knauf Akademie, Iphofen