Akzo Nobel weist Übernahmeangebot von PPG zurück

Akzo Nobel hat auch das dritte Übernahmeangebot des US-Rivalen PPG Industries in Höhe von knapp 27 Mrd. EUR abgelehnt. Die Begründung: Die Offerte sei dem niederländischen Farbenhersteller nach wie vor zu niedrig. Das teilte das Amsterdamer Unternehmen mit. Zudem fehle das Verständnis für unterschiedliche Unternehmenskulturen, erklärte Akzo-Chef Ton Büchner. Ein kürzlich anberaumtes Treffen mit dem Leiter von PPG, Michael McGarry, habe ihn darin bestätigt, dass das Nein die richtige Entscheidung sei.

Akzo Nobel hat zum dritten Mal das Angebot abgelehnt.
Akzo Nobel hat zum dritten Mal das Angebot abgelehnt.

PPG Industries zeigte sich von der erneuten Absage enttäuscht und kündigte an, diese kurzfristig zu prüfen. Nach geltendem US-Recht hat das Unternehmen bis zum 1. Juni 2017 Zeit ein formelles Gebot auszusprechen. Das Unternehmen ist weiterhin von einer Fusion überzeugt und argumentiert mit höheren Aktienwerten und gefestigter Betriebssicherheit für Beschäftigte und Pensionäre. Vor knapp drei Wochen hatte der amerikanische Konzern mit Sitz in Pittsburgh sein letztes Gebot auf 26,9 Milliarden Euro oder 96,75 Euro je Aktie aufgestockt – das entspricht einem Aufschlag von 50 Prozent. Die ersten Versuche seitens PPG an die Niederländer heranzutreten waren mit einem Gebot von 80 Euro und einer späteren Erhöhung auf 90 Euro fehlgeschlagen. Doch obwohl Akzo bisher hart blieb, drängen die Amerikaner weiter: PPG-Chef Michael McGarry hatte Akzo bereits gedroht ein feindliches Übernahmeangebot zu machen, sollte sich das Management weiteren Gesprächen widersetzen. Als Antwort im Kampf gegen die Übernahme will das Akzo-Management unter anderem die Chemiesparte abspalten, um den Konzern für PPG unattraktiver zu machen

Quelle: Reuters