5 Tipps für Aufträge in Privaträumen

 

Sie meinen, dass alleine Ihre Leistung und Ihr Preis darüber entscheiden, ob Sie noch einmal einen Auftrag vom selben Kunden bekommen? Dann haben Sie mindestens eine entscheidende Größe vergessen, die beim Kunden zur Entscheidung »Daumen hoch« oder »Daumen runter« führt: Wie respektvoll sich Ihr Team auf der Baustelle verhält – vor allem, wenn es sich um Wohnräume dreht. In 10 Tipps erfahren Sie, wie Ihr Betrieb bleibend guten Eindruck hinterlässt.

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Gründliche Absprachen mit dem Kunden signalisieren Ihre Wertschätzung. Foto: Bernd Ducke/Mappe

 

Tipp 1: Termine sind da, um gemacht und eingehalten zu werden.

Kündigen Sie den Beginn der Arbeiten an. Teilen Sie die genaue Uhrzeit mit maximal 30 Minuten Spielraum mehrere Tage vor Baustellenbeginn mit. Dann kann sich der Kunde darauf einstellen und wird nicht – womöglich noch im Schlafanzug – überraschend von der Malertruppe überrollt. Schon diese Planungssicherheit und Verlässlichkeit gibt Pluspunkte für Ihren Betrieb.

Tipp 2: Saubere Arbeit beginnt mit einem sauberen ersten Auftritt.

Ihr Team fährt pünktlich vor. Das Baustellenfahrzeug wird korrekt geparkt, sodass niemand behindert wird – auch nicht die Nachbarn. Der Wagen ist gepflegt und hat erst kürzlich eine Waschanlage auch von innen gesehen. Das registriert der Bauherr beim Blick durchs Fenster mit Befriedigung, schon bevor es an seiner Tür klingelt. So einfach schaffen Sie einen Vertrauensvorschuss!

Tipp 3: Der erste Kontakt muss überzeugen.

Dem Wagen entsteigen Maler, die ordentlich und sauber gekleidet sind, rasiert sind und eine getrimmte Frisur haben. Sie klingeln beim Kunden, er öffnet die Tür und ihr Team stellt sich auf der Schwelle mit Handschlag, einem »Guten Morgen!« und mit vollem Namen vor. Die Mitarbeiter setzen noch einen drauf: indem sie dem Kunden ihre personalisierte Visitenkarte überreichen. Der Kunde wird Augen machen – damit kann er die Mitarbeiter auch direkt und persönlich mit ihrem Namen ansprechen. So entstehen persönliche Beziehungsbrücken. Erst wenn der Kunde das Team hereinbittet, wird die Wohnung betreten. Höflich, respektvoll und freundlich: Das ist ein Auftakt nach Maß für eine von Sympathie getragene Zusammenarbeit.

Tipp 4: Gründliche Absprachen signalisieren dem Bauherrn Wertschätzung.

Hinter der Türschwelle beginnt das Kundenterritorium. Wer gemocht werden will, muss genau diese Hoheit wertschätzen. Der Baustellen-Teamleiter spricht mit dem Kunden deshalb ab, wie der Arbeitslauf für den Tag geplant ist, wo Material gelagert werden darf, wann das Team Pause macht und wann das geplante Arbeitsende für den Tag sein wird. Der Bauherr weiß Bescheid, und statt dem Gefühl einer feindlichen Übernahme seiner vier Wände macht sich in ihm pures Wohlgefühl breit.

Tipp 5: Einrichtungen des Kunden nutzt das Team nur mit Erlaubnis.

Als Maler in Privaträumen muss man irgendwo Wasser holen, sich die Hände waschen und zur Toilette gehen können. Ihr Team sollte dies vor Arbeitsbeginn beim Bauherrn ansprechen und sich den Ort zuweisen lassen. Auch das gehört zum territorialen Respekt, der immens gern gesehen und positiv registriert wird.

Weitere 5 Tipps für Aufträge in Privaträumen lesen Sie auf der Seite 19 unserer Ausgabe 9/2016, die demnächst am 30. August erscheint.