3 Tipps, mit denen Ihr Betrieb zur Marke wird

Apple, Google und Coca-Cola sind derzeit die wertvollsten Marken der Welt. Diese vier Unternehmen haben es geschafft sich einen unfehlbaren Ruf aufzubauen. Was kann man als Handwerksbetrieb von diesen Großen lernen? Gibt es die Chance, dass Kunden zu einem Marken-Handwerksbetrieb genauso viel Zuneigung entwickeln wie zu ihrer bevorzugten Auto-, Handy- oder Turnschuh-Marke?

Natürlich – denn wo Produkte und Leitungen vergleichbar sind, greift der Kunde am liebsten zu dem, mit dem er sich sicher fühlt und identifizieren kann. Eine Marke beinhaltet immer das Versprechen einer bestimmten Qualität. Mit diesen Tipps machen Sie auch Ihren Betrieb zum Kundenmagnet.

Robert Müller :: pixelio.de
Mit unseren Tipps wird auch Ihr Betrieb zur Eigenmarke. Foto: Robert Müller/pixelio.de

Tipp 1: Eine Marke ist immer einzigartig

Welche großen Marken fallen Ihnen spontan ein? Denken Sie stets an die gleichen? Das liegt daran, dass große Marken prägnant sind und aus der Vergleichbarkeit herausragen. Sie bleiben im Gedächtnis. Das liegt einerseits an ihrem Logo. Es wird immer durchgängig eingesetzt, wiedererkennbar und repräsentiert den Kern des Unternehmens sowie seine Produktideen. Wichtig ist jedoch auch die emotionale Komponente, die jede große Marke ihren Kunden bietet. Sie verstehen sich darauf Geschichten zu erzählen, mit denen sie eine Verbindung zum Kunden schaffen. Das Produkt ist auf einmal nicht mehr beliebig, sondern einzigartig und der Kunde identifiziert sich mit den Produkten. Genau diese Einzigartigkeit kann auch in Handwerksleistungen stecken. Der Betrieb muss sie nur herausarbeiten und schlüssig  in Markengestalt vermitteln.

Tipp 2: Eine Marke macht Sinn

In einer Markenentwicklung steckt eine Menge Arbeit. Trotzdem müssen Sie sich eins immer wieder ins Gedächtnis rufen: Ihre Anstrengungen haben einen Sinn und machen Ihnen das Leben langfristig leichter und schöner. Denn eine Marke stellt eine stärkere Verbindung zum Kunden her als eine No-Name-Leistung und realisiert eine wirkungsvolle Abgrenzung zum Wettbewerb. Dadurch kommen Sie nicht nur dem Geltungsbedürfnis des Kunden entgegen, Sie können Ihre Leistungen zudem zu besseren Preisen an den Kunden verkaufen. Grundvoraussetzung ist dafür jedoch eine gewisse Basis an Kundenvertrauen.

Tipp 3: Eine Marke braucht Geduld

Sollten Sie sich dafür entschieden haben, Ihren Betrieb zu einer Marke zu entwickeln, gehen Sie mit Geduld und Konsequenz an die Sache heran. Am Anfang stehen drei wesentliche Dinge.

  1. Lernen Sie Ihre Stärken kennen und formulieren Sie sie. Entwerfen Sie daraus eine griffige Vorstellung, die dem Kunden im Gedächtnis bleibt.
  2. Richten Sie sich auf die Kunden aus, die Sie wirklich bedienen wollen. Grenzen Sie Ihre Zielgruppe ein und erstellen Sie ein passgenaues Profil.
  3. Wo steht Ihr Betrieb? Positionieren Sie Ihre Marke und strengen Sie eine Umsetzung aller Kommunikationsmittel an, mit denen Sie Ihren Betrieb bei der Zielgruppe bekannt machen können.

Der Markenprozess ist langwierig, denn wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen, braucht Vertrauen Zeit. Essenziell ist im weiteren Vorgehen vor allem auch die emotionale Aufladung Ihrer Marke z. B. durch Geschichten, die Sie auf Ihrer Webseite oder in sozialen Medien erzählen. Besonders attraktiv wird Ihre Marke übrigens, wenn Sie eine starke Intention antreibt, die auf den ersten Blick wenig mit den harten Fakten Ihrer Leistungen zusammenhängt. Bill Gates beispielsweise, Gründer des Unternehmens Microsoft, hatte die fixe Idee, dass eines Tages in jedem Haushalt ein PC stehen sollte. Diese Motivation, die zunächst nichts mit seinem eigenen Unternehmen zu tun hatte, war durch und durch von Erfolg gekrönt. Heute ist Microsoft eine der wertvollsten Marken der Welt.

Sie sehen, mit ein wenig Zeit, Geduld und einer Vision sind auch Sie in der Lage eine Marke zu etablieren. In der aktuellen Ausgabe der Mappe 8/17 finden Sie noch weitere Tipps für die Markenentwicklung.