04. März 2020

Gustav baut

In einer YouTube-Serie begeistert sich Tokio Hotel-Schlagzeuger Gustav Schäfer für die Kreativtechniken des Malerhandwerks. 

Gustav Schäfer. Für manch einen mag dieser Name fremd sein, für jene aber, die 2005 im Teeanger-Alter waren, weckt er Erinnerungen an den wohl größten Fansturm, den es hierzulande für eine deutsche Boyband je gab.

Ein Selfie wert: Der Drummer vor seiner frisch beschichteten Fassade in Besenstrichtechnik. Foto: Brillux

Gustav Schäfer ist Schlagzeuger und vor allem bekannt durch seine Zeit bei Tokio Hotel, einer Pop-Rock-Gruppe, die zu ihren Hochzeiten Zahnspangenträgerinnen zuverlässig zum Heulen gebracht und bei meist männlichen Gleichaltrigen Unverständnis und Hass ob ihres Ruhms geschürt hat. Das Gesicht der Band, das waren vor allem die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz, letzterer inzwischen Ehemann von Model Heidi Klum.

Gustav Schäfer (r.) mit seinem technischen Berater Dominik Faltin. Foto: Brillux

Schlagzeuger Gustav Schäfer und Bassist Georg Listing blieben die Säulen im Hintergrund der Band, waren die Zuverlässigkeit und Zugehörigkeit bei allem Trubel um Persönlichkeit. Schäfer, inzwischen 31 Jahre alt und wie schon damals wohnhaft in Magdeburg, hat sich nun kurzzeitig von der Musik gelöst und sich dem Eigenheim gewidmet. Bei der Gestaltung seiner vier Wände ließ er sich begleiten, wurde zum Protagonisten einer Videoserie auf YouTube, die ihn vom Rohbau bis zum fertigen Einzug seines Bungalows zeigt.

Malermeisterin Susan Neppe Wiegand vom Malerbetrieb Neppe zeigt Gustav den Entwurf für seine Hausfassade, den das Brillux Farbstudio in Zusammenarbeit mit beiden erstellt hat. Foto: Brillux

Tokio Hotel und seine Bandmitglieder sind erwachsen geworden. So auch die Fans. Gustav Schäfer ist das prominente Best-Practice-Beispiel, nach turbulenten Zeiten sesshaft zu werden, am besten mit schön gestalteten Wänden und ausgefallenen Strukturen. Malermeisterin Susan Neppe Wiegand vom Malerbetrieb Neppe aus Altenweddingen ist der Profi an seiner Seite. Von den Möglichkeiten ist Schäfer beeindruckt. Eine Wand in Rostoptik, eine andere mit Schultafellack, eine weitere in Schwarzstahl mit dezenten Glitzerpartikeln und noch eine schimmernde Metallstrukturtechnik. »Ich bin jetzt schon komplett geflasht von all den Kreativtechniken, dass ich am liebsten alle in meinem Haus haben will«, sagt er. Und so abwegig ist das gar nicht. Tatsächlich finden all die Techniken Anwendung in den Zimmern von Schäfers Bungalow.

Alle Folgen sind hier abrufbar.