225 Jahre Sikkens

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1792 hat sich Sikkens in den vergangenen 225 Jahren durch Innovation, Perfektion und Mehrwert für den Verarbeiter von einer Manufaktur für Lacke zu einer anerkannten Marke für den Profi entwickelt. Jüngstes Kapitel der Sikkens Erfolgstory stellt Alpha Rezisto Mat dar, eine extrem schmutzabweisende Spezialfarbe mit edelmatter Optik. Mit dem Ausbau der wasserverdünnbaren Lacke und Lasuren sowie mit leistungsfähigen Dispersionen mit Zusatznutzen wird die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Die Manufaktur für Lacke wurde 1792 von Wiert Willem Sikkens 1792 im niederländischen Groningen gegründet und ist seither kontinuierlich gewachsen – und mit ihr auch der hervorragende Ruf des Namens Sikkens. Heute ist Sikkens, seit 1939 in Sassenheim ansässig, eine international anerkannte Marke und Teil von AkzoNobel, einem führenden Unternehmen in der Farben- und Lackindustrie.

 

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So wie die Rezeptur des Sikkens Klassikers Rubbol AZ kontinuierlich zu Rubbol AZ Plus optimiert wurde, ist auch das Design der Gebinde immer wieder zeitgemäß überarbeitet worden; Foto: Sikkens

 

 

1792 ist das Geburtsjahr der Marke Sikkens als der in Groningen sesshafte Maler Wiert Willem Sikkens begann, Lacke herzustellen und sie neben Glas, Holz und Wolle an Malerkollegen und andere Kunden verkaufte.

1837 beteiligte sein Sohn Geert Willem, der das Geschäft übernommen hatte, seinen Schwager Willem Penaat an der Lackproduktion. Sie nannten die gemeinsame Firma G. W.Sikkens & Co – ein Name, der bald zu einem Synonym für Qualität und handwerkliches Können wurde.

1869 ließ Willem Penaat, der das Unternehmen seit dem Tod von Gert Willem Sikkens allein weiterführte, eine Fabrik außerhalb der Stadt Groningen errichten. Aus gutem Grund: Die Firma wuchs kontinuierlich. Um die wachsende Nachfrage nach den Lacken auch in Deutschland zu befriedigen, wurde bald darauf eine Zweigstelle in Emden eröffnet.

1903 weihten Penaats Söhne Willem und Johannus eine größere Fabrik im neuen Groninger Industriegebiet Helpmann ein.

1924 wurde der Komplex um ein Labor zur Überwachung der Qualität und zur Entwicklung neuer Produkte ergänzt.

1928 führte Sikkens den Zelluloselack ein, dessen Herstellung in einer speziellen Fabrik erfolgte. Der neue spritzbare Lack kam insbesondere in der Industrie zum Einsatz – und zwar bei den unterschiedlichsten Produkten von Autos, Flugzeugen und Zügen, Schreibmaschinen und Möbel sowie Schuhen und Puppen.

1934 begann mit dem synthetischen Lack Rubbol AZ eine neue Ära für das Malerhandwerk, das von Sikkens bereits damals kontinuierlich über moderne Produkte und Verarbeitungsmethoden informiert wurde.

1939 forderte das Wachstum der Firma seinen Tribut und das gesamte Unternehmen zog von Groningen nach Sassenheim. Der Zweite Weltkrieg stoppte das weitere Wachstum, denn die Einfuhr von Rohstoffen aus dem Ausland war nicht möglich. Sikkens nutze die Zwangspause und entwickelte in seinen Labors künstliche Harze.

1947 mündete diese Entwicklungsarbeit in die Gründung der Kunstharzfabrik „Synthese“, die heutige Akzo Nobel Kunstharze. Nach dem Krieg nahm Sikkens nicht nur die Produktion von Lacken und Farben wieder auf, sondern führte einen Instandhaltungsplan ein, der den Schutz der Gebäude langfristig gewährleistete und zusätzlich Kosten sparte. Die dekorative Gestaltung wurde dabei als Bestandteil einer effizienten Instandhaltung begriffen.

1957 begann Sikkens mit der Erschließung des deutschen Marktes und etablierte in Pinneberg bei Hamburg seinen ersten Standort in Deutschland. Zugleich rundete Sikkens während der Fünfziger- und Sechzigerjahre seine Angebotspalette durch die Übernahme bekannter Fabriken und Marken ab

1962 gliederte sich Koninklijke Zout Kette (KZK) an die Sikkens Gruppe an.

1965 verschmolz diese mit Koninklijke Zwanenberg Organon (KZO).

1969 wurden diese beiden dann mit der AKU, der Algemene Kunstzijde Unie, zusammengeführt – damit entstand Akzo. In Deutschland wurde die traditionsreiche Lesonal Farbfabrik und in Frankreich Astral gekauft, die gemeinsam mit der Sikkens Gruppe die Akzo Coatings bildeten. Damit war der Grundstein für das Wachstum in West- und Osteuropa, in Nord- und Südamerika, in Asien und Afrika gelegt.

1978 wird das ACC System entwickelt. Dank des ACC-Code, der sich bei den Farbkollektionen unter jedem Farbtonfeld befindet, können die Wunschfarbtöne problemlos mittels Mischmaschine getönt werden.

1993 fusioniert Akzo mit der schwedischen Gesellschaft Nobel, die sich seit 1871 auf Lacke und Polituren spezialisiert hatte. Die bewährten Markennamen wie Rubbol Lacke, Cetol Lasuren, Alpha Wandfarben bleiben ebenso wie ihre seit 1792 bewährte Qualität erhalten.

2000 Beginn der Entwicklung der Sikkens Zukunftslacke mit patentierter Hybrid- und Tribrid-Technology

2010 tritt für die Verarbeiter und Hersteller von Bautenfarben, Lacken und Lasuren mit der zweiten Stufe der ChemVOCFarbV eine einschneidende Veränderung in Kraft: denn Bautenfarben, Lacke und Lasuren müssen nun den neuen verschärften Grenzwerten für Volatile Organic Compounds
(VOC) – auf Deutsch: flüchtige organische Stoffe – entsprechen. Mit der Weiterentwicklung des Lack-Klassikers Rubbol AZ zu Rubbol AZ HS (High-Solid) erbringt Sikkens den überzeigenden Nachweis, dass die lacktechnischen Leistungsstandards trotz lösemittelreduzierter Rezepturen gemäß VOC 2010 nicht nur aufrechterhalten, sondern sogar noch übertroffen werden können.

2014 führt Sikkens das neue 5051 Color Concept ein. Der neue Farbtonfächer überzeugt gegenüber seinen Vorgängern mit einer größeren Farbenvielfalt. Dank 2.079 Farbtönen – darunter zahlreiche Grau- und Weißnuancen sowie die aktuellen Trendfarbtöne – kann der Maler allen Kundenwünschen gerecht werden. Die Strukturierung und harmonische Aufteilung des Farbtonfächers erleichtert das kreative Arbeiten.

2015 entwickelt Sikkens mit Cetol BLX-Pro und Cetol BLX-Pro Top ein neues leistungsstarkes Lasuren-Duo für nachhaltigen Holzschutz im Außenbereich, das selbst die Anwender überzeugt, die wasserverdünnbaren Lasuren zunächst skeptisch gegenüberstanden. Zudem wird Cetol Filter 7 Plus auf den Markt gebracht. Dank der neuen Advanced Filter Technology bietet die bewährte Long-Life-Lasur einen nochmals verbesserten Wetterschutz mit perfektem transparenten Finish.

2017 begeistert Sikkens mit Alpha Rezisto Mat. Die innovative Stain Shield-Technologie der neuen Hochleistungsfarbe schützt Oberflächen wie ein unsichtbarer Film, so dass Flüssigkeiten und Verschmutzungen an der Oberfläche bleiben und nicht eindringen. Zudem überzeugt die Farbe mit einer edelmatten und vergleichsweise glatten Oberfläche, die von keiner anderen Farbe in dieser Kategorie erreicht wird.