08. November 2019

Öffentliche Aufträge nur noch elektronisch

WER AUF­TRÄGE ON­LINE RECHE­R­CHIERT UND ELEK­TR­O­N­ISCH AB­WI­CKELT, RA­TIO­NA­LI­SI­ERT PR­OZESSE, HAT WE­NIGER STRESS UND MEHR AUSWAHL /FOTO: W. RIE­MENSCHNEI­DER

Die EU-Richtlinie 2014/24/EU zur E-Vergabe vom 26.02.2014 sieht vor, dass öffentliche Aufträge aus Kosten- und Transparenzgründen nur noch auf elektronischem Weg über E-Vergabeportale vergeben werden. Das ist für zentrale Beschaffungsstellen des Bunds, der Länder und Kommunen seit 18. April 2017 Pflicht. Seit 18. Oktober 2018 müssen Aufträge im sogenannten Oberschwellenbereich (Bauaufträge über 5.548.000 Euro, Liefer- und Dienstleistungsaufträge über 144.000 bzw. 221.000 Euro) EU-weit öffentlich ausgeschrieben werden. Dabei müssen Angebote vollständig elektronisch eingereicht, respektive entgegengenommen werden und die gesamte Bewerber- und Bieterkommunikation ist auf elektronischem Weg durchzuführen. Nicht elektronische Dokumente dürfen nicht mehr angenommen werden. Spätestens ab dem 1. Januar 2020 müssen für Liefer- und Dienstleistungsaufträge des Bunds im Unterschwellenbereich ab einem Wert von 25.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) Angebote und Teilnahmeanträge auf elektronischem Wege eingereicht werden. Für Bauverträge unterhalb der EU-Schwellenwerte ist die E-Vergabe noch nicht verpflichtend. Dennoch ist abzusehen, dass das elektronische Verfahren auch in diesem Bereich sukzessive zum Standard wird. Mehr zum Thema lesen Sie in Mappe 11.2019. Der Beitrag dort klärt u.a. auf, wie die E-Vergabe öffentlicher und privater Aufträge funktioniert und wie sich Verfahren und Anbieter unterscheiden.