02. März 2017

Aus alt mach ... alt

Der Urzustand des Treppenhauses nach einigen unvorteilhaften Renovierungsarbeiten. Foto: CASA Malerfachbetrieb

Altbauten haben einen unverwechselbaren Charme – das ist nicht zu leugnen. Doch wenn die Jahre oder gar Jahrzehnte ins Land streichen und nichtfachgemäße Renovierungen vorgenommen werden, kann sich das historische Ambiente schnell in ein optisches Gräuel verwandeln. Eben dieses Schicksal ereilte das Treppenhaus eines um die Jahrhundertwende entstandenen Altbaus in einem renommierten Viertel der Stadt Freiburg. Unterschiedlichste Untergrundvorbereitungen, blätternde Anstrichschichten, dick aufgetragene Leimfarbe und Rissbildungen im Putz sorgten in Kombination mit einem unharmonischen Sockelanstrich dafür, dass das Treppenhaus seinen Glanz verlor. Der Eigentümer beauftragte den ortsansässigen Malerfachbetrieb CASA und entwickelte gemeinsam mit ihm ein Konzept für die Neu- und Umgestaltung. Auf der Suche nach Gestaltungsmöglichkeiten, die dem Haus seine althergebrachte Ausstrahlung zurückgeben sollten, stieß das Malerunternehmen auf den gefliesten Sockelteil im Eingangsbereich. Die Erhaltung der handbemalten und handgebrannten cremefarbenen und roten Fliesen war dem Auftraggeber besonders wichtig, sodass beschlossen wurde, diese im Rest des Treppenhauses zu imitieren.

 

Ein Blick über den Tellerrand: Laserdruck und Farbe

Als Vorlage stand also der Fliesensockel mit handgefertigtem Fries zur Verfügung, weitere Vorlagen gab es allerdings nicht. Um den Fliesenspiegel in einem möglichst kundenfreundlichen Preis/Leistung vernünftig nachzubilden, wurden sich daher einiger Tricks und Hilfsmittel bedient. Eine hochauflösende Fotoaufnahme der Kachelleiste wurde in einem Druckerbetrieb per Laserdruck auf ein festes, UV-beständiges Papier gedruckt und in etwa 10-Zentimeter langen Stücken geliefert. Für die Ecken hat sich die technikerfahrene Tochter des Auftraggebers bereiterklärt die Fotos den Winkeln entsprechend zu verzerren. Mithilfe eines transparent auftrocknenden Dispersionsklebers wurden die Papierstücke zwischen die zuvor angebrachten Zierprofile geklebt und anschließend zweimalig mit einem Glanzlack überzogen. Die Kunststoff-Stuckleiste, die ein ähnliches Ornament wie jenes im Eingangsbereich aufweist, sowie die etwas dünnere Leiste unterhalb der Kachelimitation wurden mit verschiedenen Rottönen behandelt, um die changierenden Nuancen der Kacheln nachzuempfinden. Zuletzt wurden die sichtbaren Fugen zwischen den Kacheln mit einem dünnen Pinsel nachgeahmt. Abschließend wurden der obere Wandbereich sowie die große Holztür mit einem weißen Anstrich versehen. Ein Detail, das sich der Auftraggeber ebenfalls gewünscht hatte, waren die zwei tannengrünen Balken im unteren Teil der Tür, deren Farbe sich in den Blüten der Kacheln widerspiegelt. Einige weitere Impressionen des neugestalteten Treppenhauses sehen Sie im Video des Malerbetriebs:

 
 
 

Der ausführende Malerfachbetrieb CASA wurde 2009 gegründet und hat es sich unter der Leitung von Geschäftsführer Silvo Anschel zur Aufgabe gemacht, Privat- und Geschäftskunden mit einem Höchstmaß an Kreativität zu überzeugen. Zur Homepage des Betriebs geht's hier entlang: www.casa-mf.de Fotos und Video: CASA Malerfachbetrieb